Fußball ….

Wie viele andere Menschen schaue auch ich mir sehr gerne Fußballspiele an.

In meiner Jugend habe ich lange im Verein gespielt.

Deshalb bewundere ich umso mehr die unglaubliche Geschwindigkeit und die Präzision bei den heutigen Ballstafetten.

Ich war immer Linksverteidiger. Damit war meine Aufgabe auch beschrieben. Ich war nicht zum Tore schießen auf dem Platz. Es war die Außenbahn, die meine Lauflinie darstellte. Gezielte Flanken und Pässe zu denjenigen Mannschaftskollegen deren Rolle darin bestand den Ball in das gegnerische Tor zu schieben, das war meine Aufgabe.

Wie heute bei der EM auch. Es ist bezeichnet wie diese oft nicht einfachen Individualisten in wirklich guten Mannschaften nicht durch ein „Alpha Tier“ auf dem Platz in einer Ordnung gehalten werden. Eine hervorragende Mannschaft funktioniert reibungslos, weil jedem auf dem Platz seine Aufgabe und seine individuelle Rolle im Team klar ist. Es ist diese Aufgabe und die damit verbundene übertragene individuelle Verantwortlichkeit und eine erfolgreich umgesetzte Autonomie, die ein Spiel dynamisch und eben oftmals auch erfolgreich machen.

Da stelle ich mir die Frage, wie die Wirklichkeit in unseren Betrieben aussieht?

Wissen wir alle um die Bedeutsamkeit der jeweiligen Rollen für die Schnelligkeit, Dynamik, Agilität und damit den Erfolg? Wertschätzen wir diese Rollen? Akzeptieren wir, dass strikte Hierarchien immer weniger in der Lage sind, auf die rasend schnellen Umgebungsveränderungen so zu reagieren wie es notwendig wäre?

Sind wir mit den heutigen Organisationsstrukturen gut aufgestellt? Haben die Spieler Spaß, kommen die Pässe an oder quälen wir uns? Spielen wir mit blindem Verstehen und auch gegenseitigem Vertrauen oder mit einem System das nur noch durch einen viel zu hohen Kontrollaufwand bestehen kann und wo individuelle Kreativität, Experimentierfreude und Spritzigkeit dauerhaft auf der Strecke bleiben?

So und jetzt schaue ich mir die Spanier an ;-)))

 

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Islam Vertrag ……

In den letzten Wochen entwickelt sich immer stärker ein Streit über den Islam Vertrag. Sehr unterschiedliche Positionen prallen aufeinander. An dem Satz „Der Islam gehört zu Deutschland“ scheiden sich die Geister. Doch statt durch die unzweifelhafte Beschreibung von Erwartungen und Möglichkeiten eine notwendige Verbesserung des Zusammenlebens zu gewährleisten, häuft sich durch Unklarheit viel Trennendes auf.

Es entsteht auf allen Seiten Verunsicherung und als Folge Unverständnis, Misstrauen, Angst und Ablehnung. Genau dort setzen die Rattenfänger der AfD an.
Es dürfte eigentlich doch nicht so schwer sein, eine nachvollziehbare Basis des Zusammenlebens zu beschreiben?!

Einige Gedankensplitter für eine Klärung:

Menschen auf der Flucht und in Not bekommen im Rahmen unserer Kräfte jede nur denkbare Hilfe. Kommen sie kurzzeitig oder dauerhaft zu uns, so müssen sie sich uns anpassen. Die weitaus meisten Flüchtlinge wollen dies auch.

Eine solche Erwartungshaltung entspricht dem normalen menschlichen Verhalten. Man muss sich dafür nicht schämen, sondern den Fremden bei dieser Anpassung mit allen Mitteln helfen. Diese notwendige Anpassung ist jedoch wesentlich weitgehender als lediglich der Besuch eines Integrationskurses. Es beinhaltet nicht die bloße Toleranz der Gastgeber (also uns) durch die Fremden, es bedeutet die Assimilation, die Übernahme unserer grundlegenden Werte bzw. der uns prägenden Kultur.

In unserer Gesellschaft stehen die Demokratie, die individuelle Freiheit, die körperliche und psychische Unversehrtheit, die Würde und die Gleichberechtigung der Menschen über allen sonstigen Werten. Diese werden weder durch Gesetze, durch religiöse Vorschriften noch durch deren Vertreter in Frage gestellt. Ehrenbegriffe (Individuell oder auch staatlich) aus einem anderen Land oder einer anderen Kultur spielen in unserer Lebenswirklichkeit weder heute noch morgen eine Rolle. Lassen wir eine solche parallele Realität zu, dann spaltet dies unsere Gesellschaft.

Die kulturelle Identität unseres Landes speist sich aus den Erfahrungen der Vergangenheit und einem erlebten Leben. Unsere Kultur erschöpft sich nicht in Gemälden, Museen oder Musik. Unsere Lebensart, unsere Erfahrungen und Erlebnisse bilden im Wesentlichen unsere Kultur und prägen uns und unser Land. Sie sind nicht verhandelbar und stehen nicht zur Disposition.

Die Sprache unseres Landes ist Deutsch. Um dazugehören ist die Sprache der entscheidende Schlüssel. Deshalb muss sie vorrangig erlernt und gebraucht (!!) werden. Auch hier sollte massive Hilfe selbstverständlich sein.

Auch wenn viele Menschen bei uns leider mittlerweile gottlos oder glaubenslos geworden sind, so gehört der christliche Glaube immer noch zu diesem Land. Die Basis unserer Gesellschaft baut auf diesen christlichen Prinzipien auf. Dies gilt es zu respektieren. Es ist eine falsche Appeasement Politik darauf zu verzichten, diese Rolle des christlichen Glaubens und der Grundwerte für unsere Gesellschaft aus trendigen oder modernen Gründen schamhaft zu verbergen. Dieses christlich geprägte Fundament bildet unser gesellschaftliches Zentrum und, man mag es bedauern, es ist eben nicht der Islam. Den Glauben anderer Menschen und damit unter anderen den Islam zu akzeptieren, gehört zu unseren Grundwerten.

Dagegen haben wir in der Geschichte schon oft verstoßen, aber wir haben (bis auf die AfD) daraus gelernt.

Um in Frieden und gutem Miteinander zu leben haben Gäste unsere Kultur, die Lebensweise unsere Gesellschaft unsere Werte und unseren Glauben zu akzeptieren. Wollen sie eine neue Heimat bei uns, so müssen sie sich anpassen und nicht wir. 
Wem dies nicht möglich ist, für den ist dies nicht das richtige Land als neue Heimat. Wer an unserem Glück teilhaben will und die Bedingungen akzeptiert sollte herzlich willkommen sein.

Nebenbei sei mir die Anmerkung erlaubt das ich auch die AfD Anhänger einladen würde sich zu integrieren und die oben beschriebenen Werte unserer Gesellschaft anzuerkennen. Vielleicht kann man ja auch dort etwas helfen?

Schrecklich …..

Immer wieder bemüht man sich um eine rationale, eine vernunftsgetriebene Diskussionen über die Entwicklungen auf der Welt, bei der Abermillionen von Menschen durch Krieg, durch Armut und Perspektivlosigkeit auf der Suche nach einem menschenwürdigen Leben sind.
Doch Bilder wie diese, bei der auf dem Mittelmeer die Helfer ein totes Baby aus den Fluten bergen, durchbrechen jede Professionalität, jede Distanz, erschüttern mich als Mensch und dringen tief ein in mein ethisches christliches Selbstverständnis.