Du bist noch in der Kirche …???

Du bist noch in der Kirche – und auch noch aktiv?

Ungläubige Reaktionen sind nicht selten, wenn man in Gesprächen wie selbstverständlich auf das eigene christliche Verständnis hinweist. Eine ähnliche, gerade geführte Debatte, am Telefon reizt mich jetzt doch zu einem kurzen Gedankensplitter.

Wir haben eine merkwürdige Welt in der ein Kirchenaustritt bzw. offen bekundete Glaubenslosigkeit als „normal“ und ein Festhalten an Kirche oder dem  Bekenntnis zum Glauben als nicht zeitgemäß, „merkwürdig“ und erklärungsbedürftig angesehen wird. Bekennt man sich offen und will diesen kurzen Momente des Interesses nutzen, ist man gezwungen kurz, prägnant und ohne theologische Begründungsmonstrositäten zum Nachdenken anzuregen.

Ich verweise bei diesen Diskussionen auf die Argumente die für mich prägend sind:

  1. Ich bin davon überzeugt das weder unsere einmalige Erde, meine Eltern, meine Frau, meine Kinder, meine Enkelkinder oder ich selber ein Zufallsprodukt sind. Ich bin keineswegs eine durch einen chaotischen Zufall zusammengesetzte Form aus Kohlenwasserstoff. Mein Leben hat, davon bin ich überzeugt, Ziel und Sinn und endet nicht einfach im nirgendwo.
  2. Für mich faszinierende Menschen sind und waren geprägt vom Glauben. Nach all dem was wir von Jesus überliefert bekommen haben, hat dieser bis heute universell gültige Empfehlungen zu einem besseren Leben zwischen uns Menschen gegeben. Wir sind völlig frei diese zu befolgen. Er war nicht bereit sich den damaligen Machtverhältnissen zu beugen auf seinen Glauben und  seine Überzeugungen zu verzichten und hat sein Leben für sein selbstloses Wirken geopfert. Seine Gefühle und Emotionen, seine Zweifel, Ängste aber auch die Zuversicht, das Vertrauen und der tiefe Glauben zeigen einen zutiefst lebendigen Menschen und keine abgehobene fremdartige Gottheit. Nähe, Solidarität und Nachfolge wird dadurch erst möglich. Das Paradies könnten wir mit dem von ihm aufgezeigtem „christlichen Betriebssystem“ zu erheblichen Teilen schon zu Lebzeiten erschaffen und brauchen nicht erst auf den Tod zu warten. Menschen der jüngeren Vergangenheit die auch durch ihr Leben und Wirken strahlten und eine im Glauben verankerte tiefe Humanität, Liebe und Mitgefühl zeigten, sind Vorbilder. Ob dies z.B, um nur einige wenige zu nennen, Martin Luther King, Albert Schweitzer ob dies Nelson Mandela waren. Ihr Leben, ihre Mission speiste sich aus ihrem Glauben und war in unserer oft so dunklen Menschheitsgeschichte ein leuchtend heller Fleck.
  3. Ich erlebe viel Freude und Energie bei so vielen Menschen in der Kirche. Sie geben mit ihrer Lebenszeit das wertvollste was wir haben. Sie kümmern sich wie selbstverständlich um andere Menschen. Bedürftige und Kranke bekommen Zuspruch und Wertschätzung und die meisten Menschen Freundlichkeit. Diese Christen verzagen nicht. Sie bauen an den entlegensten Stellen Schulen, Krankenhäuser und Kirchen als Zeichen der Hoffnung. Sie setzen ihr Leben und ihre Gesundheit auf´s Spiel um anderen zu dienen ohne dafür jemals als Held berühmt oder irgendwann einmal reich zu werden.
  4. Die Kirche ist die einzige Organisation auf der Welt die es sich zum Ziel gesetzt hat Frieden, Glück und Segen für ausnahmslos alle Menschen zu erreichen. Es gibt kein Gewinnstreben. Das einzige Ziel ist die Vermehrung von Glauben, Humanität und Menschlichkeit.

Das alles führt dazu das ich bei allem Reparatur, – und Änderungsbedarf in der Institution Kirche Fan des Glaubens war, bin und bleiben werde. Ich weiß das dies kein theologisch argumentativ sauber aufgelegtes Glaubensbekenntnis ist. Ich fühle mich aber besser dabei …..;-)

Du bist noch in der Kirche …???

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