Klimastreit ist verschenkte Zeit ….

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Wenn man sich mit etwas Abstand die ganzen Statements zur globalen Klimaentwicklung in den sogenannten „Sozialen Medien“ anschaut, kann man nur mit dem Kopf schütteln. Meinungen werden zu Festungen und uneinehmbaren Bollwerken ausgebaut. Alle Beiträge (ob belegt oder auch nicht), die die eigene Position stützen, werden fleißig geteilt und „gelikt“. Die gedankliche Schützengräben werden immer tiefer ausgehoben.

Treten wir vielleicht einen Schritt zurück und betrachten das Gesamtbild?

Nur eine radikale Minderheit stellt doch ernsthaft in Frage, dass es überhaupt einen gravierenden Klimawandel auf der Erde gibt.
Ein wesentlicher Treibstoff bei der Erderwärmung ist, ebenfalls unstrittig, das Co2.
Den meisten Streit gibt es über den Anteil des Menschen bei diesen Veränderungen.

Normalerweise bekämpfen wir Menschen in Krisensituationen die erkannten Gefahren!
Wir agieren mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln, mit Entschlossenheit, aller Energie und den besten Ideen. Wir tun etwas und verheddern und blockieren uns nicht vorher in endlosen Debatten um Schuld. Warum handeln wir nicht so „normal“ bei der Klimaveränderung?

Bei unseren Vorfahren überrollten immer wieder Sturmfluten die Küsten. Diese Gefahren waren, wie die Klimaveränderung, real.
In diesem Fall zweifelsohne nicht vom Menschen verursacht. Doch zum Schutz der Menschen wurden Deiche gebaut. Dieser Kraftakt kostete Zeit, Aufwand, und viel Arbeit. Nichts blieb so, wie es war.

Milliarden von Menschen geraten schon heute durch die Klimaveränderungen in große Gefahren. Die Veränderungen werden auf der Erde sehr unterschiedlich ausgeprägt und schnell ausfallen. Insbesondere die nachfolgenden Generationen werden die Folgen jedoch überall spüren.
Doch statt entschlossen zu handeln, begeben wir uns auf die Suche nach Schuldigen. Damit verschwenden wir unwiederbringlich wertvolle Zeit!
Der Kreislauf des Streites um den Verursacher nimmt uns die Chance, die Gefahren erfolgversprechend zu bekämpfen.

Nehmen wir einfach mal an, der Mensch wäre nicht der Treiber dieser Klimaveränderungen.
Wie bei den Sturmfluten müssten wir uns doch gleichwohl kümmern – oder?
Nichts zu tun ist Selbstmord bzw. unterlassene Hilfeleistung an der Zukunft!
Wir wissen das Co2 der Treibstoff für die Erderwärmung ist. So muss es doch unsere Aufgabe sein, die Befüllung der Atmosphäre mit diesem Stoff mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln zu reduzieren? Egal wo und bei wem!

Unser individueller Beitrag falle kaum ins Gewicht, so wird gesagt. Diejenigen die im Angesicht anrollender Hochwasserflutwellen an den Flüssen Tag und Nacht einzelne Sandsäcke auffüllen und heranschleppen stellen sich diese Frage doch auch nicht! Jeder einzelne erbringt seinen Beitrag.

Ehrliches Fazit:
Wir wissen alle, dass es den Klimawandel gibt.
Wir wissen, was diesen befeuert.
Wir wissen um das Ausmaß der Bedrohung.
Wir wissen, dass jeder Tag, den wir heute im endlosen Streit verschwenden, unwiederbringlich eine verlorene Chance zur Gefahrenabwehr ist.
Wir wissen dies alles, streiten, bekämpfen und blockieren uns und tun zu wenig.

Wir wissen was passiert und dass es, (völlig unabhängig von der Schulddiskussion) unsere Pflicht wäre, zu kämpfen.

Doch mit dem Wunsch, unseren Lebensstil, unser Verhalten, unseren heutigen Konsum so zu beizubehalten, saugen wir die Zukunft unserer Kinder und Enkel aus.

Klimastreit ist verschenkte Zeit ….

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