Gedankengefängnisse sprengen

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Was erwarten wir eigentlich von unserer Zukunft?

Erschöpft sich unsere Vorstellung von Zukunft im beibehalten des Heute?
Haben wir so viel Angst vor dem Morgen angehäuft, das wir diese Zukunft mehr mit dem Blick in den Rückspiegel als nach vorne gerichtet suchen?

Wenn ein Igel Angst hat, rollt er sich ein und schottet sich mit seinen Stacheln ab. Der Igel weiß, dass diese maximale Defensive nur ein vorübergehender Zustand ist.
Wenn wir uns abschotten und einigeln hat dies auch mit Angst zu tun. Doch zu oft vergessen wir dabei das diese Abwehrhaltung auch Bewegungsunfähigkeit bedeutet. In einer solchen Position erlangen wir keine neuen Erkenntnisse, können uns nicht verändern oder mit anderen gemeinsam Probleme lösen.

Unser Traum von Zukunft kann sich nicht nur in der Optimierung heutiger Systeme oder Techniken erschöpfen.

Um im Beispiel der Mobilität zu bleiben, – heute streiten wir uns über Verbrennermotor, Brennstoffzelle oder Elektromobilität.
Was wäre, wenn wir den Gedanken zulassen, dass es gar keine Autos in den Städten mehr gäbe? Wie müssten dann unsere Mobilitätskonzepte (auch auf dem Land) aussehen? Wie würde dies unser Leben und unsere Welt ändern?

Ob in der Arbeit, im Leben, in der Medizin, bei unserem Wohnen, dem Lernen, im Umgang mit der Umwelt, der Produktion unserer Nahrung – viel zu oft bewegen wir uns nur noch im Verbesserungsprozessmodus des Bestehenden.
Mit Angst, Unsicherheit, Phantasielosigkeit, Zahlen,- und Problemfixiertheit, Budgetgläubigkeit, bürokratischen Reglementierungen und Verboten igeln wir uns ein.
Ein anderes Beispiel. Ein Tierwohllabel hilft unserem Gewissen, ändert aber nichts am Elend und Abhängigkeit der Bauern in einer industrialisierten Landwirtschaft und an den Auswüchsen der Massentierhaltung.
Wie sähe auch dort eine völlig andere Zukunft aus?
Welche völlig „abwegigen“ Ideen haben wir? Was wollen wir, was sind wir bereit dafür zu leisten und was müssten wir dazu tun?

Die gesellschaftliche, die technische und unsere ökonomische und ökologische Zukunft braucht mehr als nur einen besseren Status quo.

Die Menschheit hat sich immer entwickelt in dem Wunsch und dem Streben nach einer besseren Zukunft. Viele Probleme haben wir auf diesem Weg erzeugt. Wir haben haben aber auch bewiesen, wozu wir in der Lage sind.
Weil wir um unsere erstaunlichen Fähigkeiten aus der Vergangenheit wissen, müssen wir nicht deshalb von uns völlig neue visionäre Entwürfe und Ideen erwarten?
Wo sind diese? Wo gibt es „Träumer Initiativen“, Verbände, Vereine oder gar Fanclubs für Visionäre? Ein Zukunftsspinnerclub in dem nichts anderes gemacht wird als verrückte neue Ideen auf die Bühnen dieser Welt zu zerren?
Wo finden sich geschützte Querdenkerräume in Betrieben, Parteien, Organisationen?

Wir haben als Land keine Rohstoffe. Unser Schatz sind die Menschen.

Ehrlicherweise erspare ich mir das ausführliche Studium der Statements in den sozialen Medien, um den Glauben daran nicht zu verlieren.

Ich bin davon überzeugt, dass wir immer noch genügend kreativ Ressourcen haben um eine gute Zukunft zu finden. Was können wir alle gemeinsam tun, um uns aus den Gedankenkäfigen zu befreien und mit neuen Ideen alles außer gewöhnlich zu sein?

 

 

Gedankengefängnisse sprengen

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