1. Wir brauchen mehr Mut keine Angst zu haben!

Die Pflicht zur Zuversicht

In einer Welt in der Pessimismus und Angst die Zuversicht zu verdrängen droht, ist entschiedene Zuversicht ein notwendiger Widerstand, eine Rebellion gegen die Pandemie der Angst. In den nächsten Tagen möchte ich diese Gedanken in mehreren Schritten in meinen Gedankensplittern aufblättern.

Eine uralte christliche Botschaft lautet: „Fürchtet Euch nicht!”
Doch dies ist nicht ganz so einfach. Auch nicht für mich. Ich habe zum Beispiel einen großen Respekt und auch Angst vor COVID 19.

Und doch sollten wir diesen Satz herausbrüllen und in dieser hysterischen gereizten Zeit zu unserem Banner machen.

Wir werden Tag für Tag in einem wahren Bombardement davon überzeugt, dass alles schlechter wird und Angst angebracht ist.
Und paradoxerweise finden wir in dieser Überzeugung sogar ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl. Angst ist ein überaus starkes Klebemittel. Nicht umsonst gibt es in Kriegen dieses hohe Maß an Solidarität und Verbundenheitsgefühl. Jeden Tag, den ich in die Medien schaue, werde ich in grotesker Direktheit aufgefordert der Angst Raum und Platz einzuräumen. 
Wie oft sehe ich ungläubige Blicke und Kopfschütteln, wenn ich von der fatalen Wirkung dieser unnötigen (?!) Angstpsychose spreche.

Doch mal Hand aufs Herz. Wie oft unterhalten wir uns im Freundeskreis, in der Familie bei der Arbeit über die bevorstehenden schlechten Zeiten?
Und wie intensiv schwärmen wir andererseits überhaupt noch von den Chancen einer guten Zeit für uns, für unsere Kinder und Enkel?

Der allgegenwärtige Populismus in fast jeder Form baut zu großen Teil darauf das wir Angst haben sollen. Die Zukunft sollen wir doch bitte unter den dunkeln Wolken der Angst betrachten.

Angst treibt heute viele um. Angst vor Arbeits, – oder Bedeutungslosigkeit. Angst vor den und dem Fremden. Angst und Misstrauen davor das wir betrogen werden von Gruppen, von Eliten, die im Verborgenen ihr verschwörerisches Unwesen treiben. Das die Ungleichheit uns auf der Seite der Verlierer sieht.
Die Angst lebt in der Grundannahme, dass wir zu viele Menschen sind.
Das es eben nicht für alle reicht. Weder die Erde, das Essen, die Natur, das Geld, die Arbeit und und und…..
Daraus baut die Angst das Bild des Kampfes für uns und gegen andere.
Angst weckt urzeitlich Triebe in uns. Angst verbindet und in dieser Kraft der negativen berauschenden Gefühle entsteht tatsächlich ein solidarisches „Wir“ Gefühl.
Es zeigt sich manchmal grölend beim Sport, bei Demonstrationen und in Gewaltexzessen. Wir gegen die anderen, gegen Feinde jeder Art.
Angsterfüllte Menschen verstehen sich sofort. Die Angst ändert die Wahrnehmung.

Kleine vormals nicht beachtete Zeichen werden in der Angst blitzschnell übersetzt und einsortiert. Jeder Morgen mit den neuesten Meldungen facht dieses Gefühl, die Gewissheit des Desasters an. Sie wird zu einer politisch emotionalen Supermacht. Die Angst wird normal, sie wird unangreifbar.

Ist es nicht schlimm das jene die Zuversicht ausstrahlen nicht gerade gerne in Talkshows eingeladen und als naiv angesehen werden? Als misstrauisch beäugte interessengetriebene?
Ich beobachte fasziniert wie Optimisten sich rechtfertigen müssen.
Ist es nicht irre das jeder der seine Angst möglichst plastisch auszudrücken weiß als grundsätzlich glaubwürdig mit dieser „Ich“ Botschaft wahrgenommen wird?

Karl Poper hat einmal folgendes geschrieben:

Die Möglichkeiten, die in der Zukunft liegen, sind unendlich. Wenn ich sage: „Es ist unsere Pflicht, Optimisten zu bleiben“, dann schließt das nicht nur die Offenheit der Zukunft ein, sondern auch das, was jeder von uns durch sein Tun dazu beiträgt.
Wir sind verantwortlich für das, was die Zukunft bereithält.

Und noch mehr prägt mich der Satz meines großen Vorbildes Nelson Mandela:
Mögen deine Entscheidungen deine Hoffnungen widerspiegeln, nicht deine Ängste.

Morgen geht es weiter …..

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