Alles soll so bleiben wie es ist!?

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Ein Gesprächspartner sagte mir heute Morgen im Brustton der Überzeugung:

„Muss sich denn alles ändern?
Wer sagt das denn?
Ich möchte das alles so bleibt wie es ist“. 

Damit spricht er sicherlich vielen Menschen aus dem Herzen.
Und auch ich schaue mit einigem Bedauern auf liebgewordenes, auf Gewohntes, das nicht mehr en vogue ist, das verschwindet.
Wichtig ist die Erkenntnis, dass nur dann alles so bleibt, wie es ist, wenn wir akzeptieren und zulassen, das sich alles verändert. 

Denn nichts auf dieser Erde ist dauerhafter als die Veränderung (Heraklit).
Sie ist die Essenz aller Zeiten.

Am Bullauge

Am Wochenende war ich wieder einmal kurz davor eine ausführliche Presseschau zu machen.
Der Zeigefinger schwebte über der Maustaste. Die tägliche Sammlung von relevanten Berichten, sortiert nach Schlagzeilen, – nur einen Mausklick weit entfernt.
Und ich wusste das ich mich wieder einmal ärgern würde.
Deshalb fragte ich mich, warum ich mir dies eigentlich antun sollte.
So viele Nachrichten an denen ich sowieso nichts mehr ändern konnte.
So viele Verrücktheiten über die ich nur noch den Kopf schütteln kann.

Seit Monaten vermeide ich Morgens die sonst jahrelang üblichen vielen verschiedenen Nachrichtenmedien, die Schlagzeilenübersicht, die sogenannten „Breaking News“. Stattdessen liegt neben mir ein gutes Buch.
Und nach einer kurzen Entzugsphase geht es mir richtig gut dabei.

Ich bin Schiffbauer und weiß recht gut was einem Schiff gefährlich werden kann.
Es ist nicht der Sturm, oder eine stürmische See mit hohen Wellen die sein Schicksal besiegeln können. Ein Schiff gerät in Not und kann verloren gehen, wenn Wasser eindringt.

Und so wie man ein Schiff sturmfest macht, indem man die Luken verriegelt, so muss ich verhindern mit Nachrichten geflutet zu werden die in meinem Inneren nichts zu suchen haben. Nachrichten und Schlagzeilen, die mich weder klüger und vor allem nicht zufriedener machen. Und für diese gibt es heute so undenklich viele Zuflüsse und Kanäle (Fernsehen; Radio; Zeitungen; Internet).
Doch ich versuche immer mehr den Zufluss rigide zu begrenzen, bzw. diese einfach auszusperren.

So gelangen sie nicht in mein Leben (wenn ich es nicht möchte). So füllen sie mich nicht, ich kann nicht untergehen und verfolge den Sturm, wenn ich möchte quasi vom stabilen Bullauge aus. Auch nicht schlecht – oder?

Die Chinesen beißen vor Vergnügen in die Tischkante

Ich lese gerade, dass sich die Geschäftsleitung der Meyer Werft schämen soll.
Geäußert wird dies vom Gesamtbetriebsrat von Volkswagen.
Und natürlich tragen die IGM Leer und der Betriebsrat der MEYER WERFT diese Solidaritätserklärung wie eine Monstranz herum. Stolz werden Likes verteilt und das Schreiben wird auf allen sozialen Kanälen verbreitet.

In ihrer vergifteten Solidaritätserklärung monieren die Volkswagen Betriebsräte darüber hinaus, wie die Werft verantwortlich sei für die Zerstörung der Ems.
Ganz unverblümt und offenbar ohne jedwede Sachkenntnis stellen sie den Standort der Werft in Frage. Sie machen sich gemein mit all denen, die die Papenburger Werft und die Arbeitsplätze seit Jahrzehnten bekämpfen.
Doch die IG Metall Leer und der Werft Betriebsrat übersehen all dies geflissentlich, weil sie, wie leider so oft, wieder einmal nur die ersten Zeilen einer Stellungnahme oder eines Berichtes lesen. Hauptsache die Unternehmensleitung wird möglichst populistisch kritisiert.

Über lange Jahrzehnte war Papenburg bei der Konkurrenz gefürchtet und geachtet. Weil alle wussten, welch einmaliger Schatz diese Werft für unsere Region ist, wurde gemeinsam alles getan um die Werft stark und immer stärker zu machen.
Bestehende Konflikte wurden nicht auf offener Bühne, sondern außerhalb der Wahrnehmung von Politik und Medien in geschlossenen Runden konsequent und hart ausgehandelt. Diese Betriebspolitik war erfolgreich und führte unter anderem dazu, dass der Standort nicht nur überlebte, sondern sogar wuchs und gedieh während andere Werften untergingen.
Dieses Kooperationsmodell der Betriebsparteien, (auf Krawall fixierte Journalisten bezeichnen dies als Kuschelkurs) zu kritisieren, ist heute wohlfeil. Ob die Konfliktorientierte und linksideologische Arbeitnehmerpolitik ähnliche Erfolge für die Menschen aufweisen kann wird erst die Zukunft zeigen.

Doch zurück zu der pikanten Stellungnahme des VW – Betriebsrates. Die Meyer Werft Geschäftsleitung wird vom Betriebsrat eben jenes Konzerns angeklagt, der an vielen Stellen der Welt wegen eines dreisten Betruges bei Diesel Abgaswerten vor Gericht steht. Statt aber etwas mehr Zurückhaltung und Demut zu üben zeigen die VW – Betriebsräte, die im Aufsichtsrat bei allen Entscheidungen dabei waren, mit dem Finger auf andere.
Die Werft wird von just dem Betriebsrat kritisiert, der in einer Zeit. als Volkswagen in der Krise war, die Gründung einer Tochter (Autovision) mittrug. Einer Tochter die deutlich unter dem VW Tarif bezahlte. Und wo in Wolfsburg mit dem System 5000 x 5000 ein gezieltes Outsourcing als Erfolg mitgetragen wurde.
Die Strategie der Meyer Geschäftsleitung zum Überleben des Standortes wird von dem Betriebsrat verdammt, der in der Krise mehr als 23% Kürzungen bei den Mitarbeiter*innen beschloss. Einem Sparkurs, der ungleich härter war als jene Ansätze die bei der Werft Geschäftsleitung in einer ungleich größeren Krise vorgeschlagen werden. Der VW Betriebsrat hat (richtigerweise) all die notwendigen Maßnahmen in der Krise mitgetragen.

Wie selbstgerecht muss man eigentlich sein, um so völlig ohne Reflexionsfähigkeit über andere ein Urteil zu fällen? Und wie blind oder extrem kurzsichtig muss man als örtliche IG Metall und als Werft Betriebsrat sein um diesen Widerspruch nicht zu erkennen? Oder war die Solidaritätserklärung eine Bestellung aus der IGM Verwaltungsstelle Leer/Papenburg?

Die Besessenheit bei dem Kampf örtlicher IG Metall Funktionäre und einiger traditionell Werft hassender Medienvertreter (allen voran Frau Gerlach vom NDR) gegen die letzte große Werft in Deutschland ist schon bemerkenswert. Hier wird von einer unseligen Koalition ein Familienbetrieb bis aufs Blut bekämpft. Es macht nachdenklich wie der NDR vor Ort mit Frau Gerlach hier die mediale Sperrspitze bildet.

Familienbetriebe werden in diesem Land oft nur in Sonntagsreden gelobt. In der wirklichen Wirklichkeit werden sie als Melkkühe gesehen. Sie dienen als Zerrbild in politischen Kampagnen. Sie werden mit einer Flut an immer neuen Regeln und Vorgaben gelähmt und mit überbordender Bürokratie zu Boden gepresst.
Ich hatte in meinem vorherigen Blog schon einmal darauf verwiesen wie sehr dieses Land eigentlich auf eine neue Generation von Gründern angewiesen ist. Doch statt Menschen die etwas wagen, die etwas unternehmen, wächst die Kaste der Funktionäre denen Leistungsbereitschaft, Dynamik und Wagemut suspekt ist. Die eben durch „nicht machen“ aber „alles besser wissen“ auffallen. Die als Funktionäre lediglich im System funktionieren.

Doch zurück zur Werft. Es wird spannend sein zu beobachten wie lange die Loyalität der Menschen anhält. Irgendwann wird auch der/die letzte merken wie hier aus ideologischen Gründen gegen die Interessen der eigentlich betroffenen gearbeitet wird.

Wenn die Selbstzerfleischung, die politischen Flutwellen gegen den letzten großen Schiffbauer, der Brandmauer gegen einen Triumphzug von China, von diesen beobachtet wird, was denkt man wohl in Peking?
Ich glaube diese beißen vor Vergnügen in die Tischkanten.

Aber ich hoffe die Menschen merken, auch durch solche merkwürdigen Solidaritätsadressen wie die des VW – Betriebsrates, was tatsächlich passiert.

Denn wie schrieb schon Erich Kästner:

„Was immer auch passiert,
nie dürft ihr so tief sinken,
von dem Kakao durch den man euch zieht
auch noch zu trinken!“

Das Holz wird so teuer…

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Gestern regt sich einer meiner Gesprächspartner darüber auf das China so viel Holz aufkauft das es hier für Bauherren immer teurer wird.
So viel Empörung würde ich mir auch wünschen, wenn es um den stetigen Aderlass in unserer industriellen Wettbewerbsfähigkeit geht.
Schaut sich wohl einer mal die Wirtschaftsdaten von China an? Dieser autoritäre diktatorische Staat entwickelt sich zum großen Gewinner dieser Zeit.
Geopolitisch, militärisch und wirtschaftlich.
Mir wird ganz anders, wenn ich mir unter wirtschaftspolitisch strategischen Perspektiven anschaue was gerade passiert.
Wir alle sind so unglaublich satt und so selbstzufrieden das wir die agile Beweglichkeit, die Aggressivität und strategisch langfristigen Aktivitäten aus China einfach ignorieren.
Wir geraten zwar zunehmend auf die wirtschaftliche und technologische Verliererstraße und nehmen es doch mehr oder weniger achselzuckend zur Kenntnis.
Wir beschäftigen uns lieber mit uns selber.

Heute werden die Weichen für die Zukunft gestellt. Ist das eigentlich jedem klar?
Heute und nicht morgen entscheiden wir über den möglichen Wohlstand oder den Abstieg zukünftiger Generationen.
Heute entscheiden wir ob unser Land in den nächsten Jahrzehnten nur noch die Werkbank für ein immer stärker werdendes China sein wird.

Nach vielen technologischen und wirtschaftlichen Erfolgen greift China jetzt mit aller Macht auch den Hochtechnologieschiffbau an. Welche Antworten gibt es darauf? Alle Erfahrungen mit anderen Sektoren die schon verloren gingen zeigen, es wird ein unglaublich harter Kampf werden.
Doch wenn ich mir anschaue wie derzeit von der IG Metall, von der Politik und von den Medien in einer existenziellen Krise auf die letzte große deutsche Werft eingeprügelt wird, dann habe ich so meine Zweifel ob wir verstanden haben was die Aufgaben sind. Es ist bemerkenswert das in dieser Gesellschaft Arbeitsplätze aber auch die ökonomischen Rahmenbedingungen mittlerweile keine so große Rolle mehr spielen.
Ich merke dies in meiner Arbeit jeden einzelnen Tag.
Es kann mir zwar keiner beantworten welche Alternativen es für die Menschen und die Region gibt, wenn die Werft wesentliche Teile der Produktion oder gar den Standort verlieren würde. Eine solche Entwicklung wird aber auch irgendwie gleichgültig in Kauf genommen. Irgendetwas wird sich da ja schon finden?
Die brutalen Fakten sprechen zwar eine andere Sprache (siehe Grafik) aber wen interessieren im Moment schon noch Fakten – nicht wahr?

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Was sagt uns diese Entwicklung?
Welche Lehren ziehen wir daraus?
Tun wir angesichts dieser Entwicklung alles, um bestehende Unternehmen zu erhalten? Ich habe einen anderen Eindruck.
Es ist in Niedersachsen nicht leicht Werftunternehmer zu sein.
Und es ist in Deutschland generell nicht leicht Familienunternehmen zu sein.
In der Regel spielen diese nur in Sonntagsreden eine große Rolle.
Ansonsten sind sie dankbares Opfer für politische Zerrbilder und Melkkühe für eine überbordende Bürokratie und Regulierungswütige Dogmatiker.

Schade. In unserem Land bräuchten wir gerade jetzt eine ganze Generation von Gründern von mutigen Unternehmerinnen und Unternehmern.
Funktionäre habe wir mehr als genug.

Wie sagte Henry Ford:
„Es gibt mehr Leute die kapitulieren als solche die scheitern“.

Negative(s) kann man vergrößern….

2021-06-07_11-41-23.jpegIn den letzten Tagen wurde wieder einmal, wie so oft in den letzten Monaten, über den richtigen Weg aus der schlimmen Krise unserer Werft gestritten.
40% unseres Arbeitsvolumens für die nächsten Jahren wurde durch die Corona Krise pulverisiert.
Um eine solche Krise zu überleben muss man, wie bei einer schweren Krankheit, nicht nur reden und theoretisieren sondern Taten folgen lassen.
Man muss handeln. Denn die einfachste Art ein Problem zu lösen, ist es zu lösen!

Unser Seniorchef hat die Belegschaft am Samstag mit einer digitalen Information und in der ihm eigenen Weise über die Situation informiert. Er spannte dabei einen Bogen aus den Erlebnissen seiner 48 jährigen Leitung der Werft bis in die Gegenwart.

Während der größte Teil der deutschen Werften in den stetigen Krisen der letzten Jahrzehnte kapitulieren musste, hat die Meyer Werft diese überstanden. Dies gelang einerseits durch eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Betriebsrat und Unternehmensleitung. Es war aber andererseits insbesondere das Ergebnis von mutigen Entscheidungen des Unternehmers Bernard Meyer.

Wer, außer einem Vollblut Familienunternehmer hätte es denn gewagt, inmitten der vielen Schiffbaukrisen eine komplett neue Werft aufzubauen?
Wer außer einem leidenschaftlichem Familienunternehmer hätte denn wirklich restlos alle Reserven mobilisiert um gerade in Krisenzeiten in die Werft und den Standort zu investieren?

Ich habe selber erlebt wie wir von den damaligen großen Werften belächelt und bemitleidet wurden, als unsere Werft in den schwierigen Spezialmarkt des Kreuzfahrtschiffbaus eintrat. Und es war eine richtige und wegweisende Entscheidung. Wäre sie nicht gefällt worden, – wir wären heute nur noch Geschichte.

Als die bis dahin größte Schiffbauhalle der Welt gebaut werden sollte waren wir im Betriebsrat sehr skeptisch. Hatten wir doch damals eine Zeit in der eine große deutsche Werft nach der anderen unterging.

Doch der ansteckende Optimismus von Bernard Meyer spülte alle Bedenken hinweg.

Nur ein Familienunternehmer, der sich einer langen Tradition und nicht anonymen Aktionären verpflichtet fühlt, war in den vielen schwierigen Jahren in der Lage, solche schnellen, mutigen und strategischen Entscheidungen zu treffen.
Was hätte da wohl ein Aufsichtsrat gesagt?

In der Geschäftsleitung gab es vor einigen Jahren Bedenken gegen ein Engagement bei der Werft in Turku. Ich gehörte selber zu denen die kritisch waren.
Doch letztendlich gab der unternehmerische Instinkt den Ausschlag. Was wäre passiert wenn B.Meyer nicht den Mut und die Courage für diese Entscheidung gehabt hätte?
Viele Aufträge wären an uns vorbeigezogen. Ohne Turku hätte Papenburg in den letzten Jahren kaum diese beeindruckende Entwicklung machen können.

Und heute haben wir eine der größten und gefährlichsten Krisen der letzten Jahrzehnte. Noch nie war die Zukunft der Werft und tausender Arbeitsplätze derart in Gefahr.
Und wie ist die Reaktion?
Statt die bewährten Werkzeuge zu nutzen, einen Blick auf die Erfahrungen der letzten Jahrzehnte zu werfen, gehen IG Metall und Betriebsrat eine gewagte Wette ein.

Statt darauf zu vertrauen dass der erfolgreichste Werftunternehmer Deutschlands weiß wie die Werft diesen katastrophalen Sturm übersteht und auf eine geschlossene und kooperative Zusammenarbeit zu setzen, bevorzugt man die offene Konfrontation.

Eine wirklich riskante Strategie.
Und der Wetteinsatz für diese Strategie sind möglicherweise unzählige Arbeitsplätze oder gar der ganze Standort.
In einer solchen Krise dieser Dimension machen wir alle Fehler.
Auch wir als Geschäftsleitung. Aber nichts zu tun, aus Angst vor unpopulären Enstcheidungen, den naiven Glauben zu pflegen das alles wieder so wird wie vor der Krise ist hochgradig gefährlich und verantwortungslos.

Die Eigentümerfamilie und die Geschäftsleitung werden von einer eigenartigen Koalition aus typischen Werfthassern, ultralinken Gruppen, und leider auch von der Führung der örtlichen IG Metall mit einem Trommelfeuer von Anschuldigungen, Vorwürfen und Gerüchten überzogen.
Aus Halb,- und Unwahrheiten, populistischen, spaltenden und politisch heiklen Sprachmustern („Der große geplante Austausch“; Stamm vs. Fremde; das Management nutzt die Krise nur….) entsteht eine giftige Brühe in der nichts gutes mehr wachsen kann.

Und mit Gerüchten und Fehlinformationen ist es wie bei der alten Fotografiertechnik. Hat man erst einmal ein Negativ, kann man es beliebig vergrößern.

Diese Konfliktstrategie hat bei anderen Werften immer und immer wieder ins Desaster geführt.
Der Versuchung einen solchen Weg zu gehen, haben wir in Papenburg in den letzten Jahrzehnten  immer wiederstanden. Dies war gut für den Standort, für die Entwicklung und Sicherung der Arbeitsplätze, letztendlich für die Entwicklung der ganzen Region.

Die Menschen müssen sich jetzt tatsächlich entscheiden.
Wem vertraut man sein Schicksal an?
Wem traut man in diesem zerstörerischen Sturm zu, den richtigen Weg aus dieser Krise zu finden?

Diese Entscheidung müssen alle Beteiligten für sich und ihre Familien, für ihre Freunde, Bekannten und Nachbarn treffen.
Alle Fakten sind bekannt.

Und so gilt die alte Wahrheit:
„Wer sich von der Wahrheit nicht besiegen lässt, der wird vom Irrtum besiegt“.

Im Nachhinein kann man vieles nicht mehr ändern!

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Heute schaue ich mir E-Mails, Briefe, Berichte und Kommentare des gestrigen und des neuen Tages an. Einige der Abhandlungen und Memos lese ich mir intensiver durch.

Zitate mit persönlichen Angriffen ätzen sich in die Erinnerung wie Salzsäure. 

Einiges von dem, was ich lese, macht mich doch immer wieder sprachlos. Und dies obwohl ich doch schon vieles gewohnt bin.

Ob wirklich allen bewusst ist, was unser jeweiliges Handeln bewirkt?
Und auch was Untätigkeit, Uneinsichtigkeit und Blockaden für Konsequenzen haben? 
Das es  etwas mit uns und anderen macht, was und wie wir denken und was wir von uns geben, schreiben und sagen?

Ein gibt Dinge die man, auch wenn man es im Nachhinein vielleicht möchte, nicht mehr verändern und zurückholen kann.
Eine altes Sprichwort beschreibt dies mit:

Das gesagte Wort,
den abgeschossenen Pfeil
und die verpasste Gelegenheit!

Vielleicht sollte man in dieser Zeit der leider so oft unreflektierten Meinungsäußerung, des beleidigenden und provokanten Kommentars, der Vorverurteilung und populistisch motivierter harter Vorwürfe und Schmähungen, einmal intensiver darüber nachdenken?