Bestmarken!

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Einer meiner Bekannten war früher Leistungssportler. Heute führt er sein eigenes Unternehmen. Doch immer wieder beeindruckt er mich mit seinem immer noch hohen Detailwissen über die Entwicklung in seinem alten Sport. 

Er war Triathlet. Und es gibt wenige Sportarten die eine vergleichbare hohe Leistungs,- und Leidensbereitschaft abverlangen. 

Selbstdisziplin, so habe ich es bei meinem Bekannten gelernt, ist elementar.
Man muss die eigenen Stärken, aber auch die Schwächen erkennen. Man muss um sie wissen. Man muss diese annehmen und daran konsequent arbeiten.
Denn die Kräfte im Wettbewerb müssen genau eingeteilt werden.
Und auf gar keinen Fall darf man sich etwas vormachen.
Man darf nicht der Selbstzufriedenheit zum Opfer fallen oder die Schuld für Probleme bei anderen suchen.
Die Abläufe die zum Erfolg führen, müssen mit traumwandlerischer Sicherheit immer und immer wieder trainiert werden. Sie müssen sitzen. 

Mein Bekannter beschrieb mir, das fast alle herausragenden Athleten die Weltbestenlisten ihrer Sportart quasi im Schlaf herunterbeten können. 

In einer sich schnell und gravierend verändernden Welt stellt sich die Frage nach unserer Zukunft. Und unsere aktuellen Antworten gefallen mir nicht immer.

Unsere Bequemlichkeit und Saturiertheit sind, im Vergleich zu den Herausforderungen, krass.
Warum fragen wir nicht viel öfter, was wir in Politik, in Unternehmen, Gewerkschaften und Betriebsräten von anderen Sektoren lernen könnten?
Vom Sport, von der Kunst, der Biologie, der forschenden und suchenden Wissenschaft aber auch von alten Organisationen wie z.B der Kirche oder auch dem Militär?!

Wir stehen alle zusammen vor geopolitischen Verwerfungen, vor gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, ökonomischen und demografischen Herausforderungen. 

Wissen wir, wie die Leistungssportler, wo die Bestmarke in dem Feld liegt, in dem wir uns dem Wettbewerb stellen?!  Oder vielleicht wollen wir es auch gar nicht wissen?
Verweigern uns lieber der Erkenntnis, da diese zum Handeln führen müsste? 

Stellen wir uns die Frage nach der Höchstleistung, dem Maßstab den andere prägen, so nachdrücklich wie es die Sportler machen?
Denn nur dann ist man nicht mehr Amateur, sondern spielt in der Liga der Profis.

Na, – fallen Euch auch Beispiele ein, wo wir aus verschiedenen Gründen gar nicht gerne wissen wollen, wie und wo der sogenannte „Vergleichsmaßstab“ ist? 

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