Herkunft
Ich bin 1959 in Wymeer geboren – an der niederländischen Grenze, in einfachsten Verhältnissen. Kein fließendes Wasser, keine Elektrizität in meinem Elternhaus, aber ein frühes Verständnis dafür, dass Gemeinschaft keine Option ist, sondern Grundlage.
Mein Eltern waren Landarbeiter.
Ich habe es lange nicht verstanden aber durch dieses Leben meiner Eltern wurde mir beigebracht, was Würde bedeutet und was es kostet, wenn man sie einem Menschen nimmt. Das vergesse ich nie. Es erklärt, warum ich tue, was ich tue.
Mein Weg
Ich habe als Schiffbauer bei der Meyer Werft angefangen.
War viele Jahre Betriebsratsvorsitzender mit Leib und Seele.
Arbeitete mit an der Sanierung der Neptun Werft in Rostock.
2001 kehrte ich als Personalleiter und Mitglied der Geschäftsleitung für Papenburg und Warnemünde zurück zur Papenburger Werft.
Dort gründete und leitete ich zeitgleich als Geschäftsführer einen sozialen Betrieb, der langzeitarbeitslosen Menschen Perspektive gab – von 5 auf 450 Beschäftigte.
Zuletzt war ich in der Geschäftsleitung der Meyer Werft, verantwortlich für Kommunikation, Politik und Nachhaltigkeit.
Ich mag die Menschen.
Seit 2022 engagiere ich mich ehrenamtlich beim WEISSEN RING und bin Vorstandsvorsitzender im Trägerverein der Diakoniestation Weener. Verantwortung endet nicht mit dem Renteneintritt. Vielleicht beginnt sie da erst richtig.
Meine Arbeit heute
Ich berate Opfer von Gewalt beim WEISSEN RING – und bewege mich dabei regelmäßig im rechtlichen Rahmen.
Strafrecht, Opferschutzrecht, Soziales Entschädigungsrecht, Familienrecht.
Ich begleite Menschen in extremen Belastungssituationen.
Gerne biete ich auch Führungskräftecoaching an – nicht aus Büchern, sondern aus Jahrzehnten eigener Erfahrung mit Macht, Versuchung, Scheitern und Neuanfang.
Und ich schreibe. Über gesellschaftliche und politische Entwicklungen.
Über Würde und Verantwortung.
Über das, was ich gesehen habe – und was mich nicht loslässt.
Meine Haltung
Würde vor Leistung.
Gemeinschaft vor Individualismus.
Verantwortung füreinander vor persönlichem Vorteil.
Ich bin skeptisch gegenüber unreflektiertem Individualismus, Schuldzuweisungen an Opfer, und allem, was Profit über Menschen stellt.
Ich kann nicht schweigen, wenn etwas nicht stimmt, auch nicht, wenn ich der Einzige bin, der aufsteht.
Das ist kein Mut den ich mir antrainiert habe. Das ist mein Schicksal.
Warum diese Seite
Gedankensplitter – das Wort trifft es gut.
Keine großen Theorien.
Keine Systemkonzepte.
Nur Beobachtungen, Erlebnisse, Fragen.
Aus einem Leben, das ich nicht geplant habe, aber das mich gelehrt hat, dass die wichtigsten Dinge selten geplant sind.
Ich schreibe, weil Schweigen keine Option ist.
Kontakt
gedankensplitter@paulbloem.me
