Einige Zeilen an meine Enkel …

Zum dritten Mal sind meine Frau und ich vor einigen Tagen wieder Großmutter und Großvater geworden. Wir sind dankbar für diese kleinen Menschen. Diese Zeilen schreibe ich für meine Enkel aber auch für die vielen entzückenden kleinen Wesen die unsere Welt so reich machen.

Liebe Nora, lieber Ihno und lieber Jarno.

Noch können Oma und ich euch nur liebkosen und zeigen welche Liebe zu euch uns erfüllt. Doch unsere Gedanken sind immer bei euch. Im Vergleich zu eurem jungen Leben bin ich schon lange auf dieser Welt. Ich besitze meine eigenen sowie die Erfahrungen meiner Eltern. Diese möchte ich bündeln in einigen Zeilen an euch.

Ihr seid ein wundervolles Geschenk für eure Eltern und an uns alle.
Wertvoll und einmalig seid ihr. Wann immer ihr später einmal traurig oder verzagt seid, denkt daran wie ihr geliebt werdet und dass jeder Mensch kostbar und einzigartig ist.
Ihr habt die ersten Schritte in ein gutes Leben getan.
Ihr braucht keine Angst zu haben, euch nicht zu fürchten. Glaubt mir, euer Leben ist eine Gabe und es ist dazu da ausgekostet zu werden.

Habt viele Träume, Wünsche, Verrücktheiten und Hoffnungen. Sie machen ein Leben reich. Ich wünsche euch dass ihr eure Träume sorgsam aufbewahrt, an sie glaubt und nicht danach fragt was andere darüber denken. Glaubt mir, das tun viel zu viele Menschen. Liebe Enkel, sucht und umgebt euch mit Menschen die unverbrüchlich an das Gute im Menschen glauben, die erfüllt sind von positiven Gefühlen und die nicht nur jammernd verlorenen Gelegenheiten nachtrauern.

Ich wünsche euch kleinen Menschen viel Klugheit, ein untrügliches Gefühl für Gerechtigkeit, den Mut euren Weg aufrecht zu gehen und euch selber treu zu bleiben.

Ich wünsche euch die Fähigkeit Maß halten zu können. Das ist in der Zeit in der ich diese Zeilen schreibe sehr selten geworden. Die Werbung ist allgegenwärtig und lässt uns glauben das nur durch den Besitz von möglichst viel materiellen Gütern Zufriedenheit oder Glück entsteht. Glaubt dies nie!
Seid aber ruhig maßlos in der Weitergabe von Emotionen, von Liebe, Zuneigung, Wärme und von positiven Gefühlen jeder Art.

Ich wünsche euch die Zeit und die Muße zum Nachdenken. Ich wünsche euch die Möglichkeit Vertrauen zu erleben. Vertrauen in euch selbst, in eure Umgebung in euer Schicksal. Und ich wünsche euch Freiheit. Schätzt jede Form von Freiheit, sie ist nicht selbstverständlich.

Ich wünsche euch viele Hoffnungen. Menschen brauchen die Hoffnung wie ein Baum das Wasser. Hoffnungen sind der Motor unseres Lebens. Dies war schon immer so und wird auf ewig so bleiben. Eure Eltern und auch wir setzen unsere Hoffnungen in euch und euer „hoffentlich“ gelingendes Leben. Hoffnung ist schon so alltäglich in unserem Leben präsent, das wir es kaum noch wahrnehmen wie oft wir diese Kraft, diesen Antrieb gebrauchen.

Ich wünsche euch einen achtsamen Umgang mit Verantwortung. Wir sind verantwortlich für das was wir tun wie auch für alles was wir unterlassen. Freiheit und Verantwortung bedingen einander und sind wie Zwillingsgeschwister.

Ich wünsche euch die Fähigkeit zur Liebe. Alles andere verblasst daneben. Nur diese Gabe lässt uns letztendlich zu dem werden wer wir sein können und wollen.

Liebe Enkel. Geht nicht den einfachen Weg. Geht Risiken ein und macht ruhig Fehler. Ihr werdet nach einem hoffentlich langen Leben erkennen das Fehler ärgerlich aber auch extrem hilfreich sind. Sie verhindern das wir abgehoben, gleichgültig und arrogant werden und sie machen uns dankbar für unser Glück und die Erfolge.

Ihr werdet sehen dass es Menschen gibt die beeindrucken. Aber auch besondere, manchmal berühmte Menschen, sind eben nur Menschen.  Lasst euch nicht vom äußeren Schein von Macht, Geld oder Popularität blenden. Sie fühlen und denken wie ihr.

Ich empfehle euch, eine richtig real gefüllte Schatzkiste zu haben. Dort notiert und hinterlegt man Wünsche, jene Dinge die man noch verwirklichen will und die einem gut tun. In diese Schatzkiste gilt es immer und immer wieder zu greifen und tatsächlich zu versuchen die Dinge im Leben zu verwirklichen die man sich wünscht.

Seid neugierig auf all das was das Leben bereithält. Verschiebt euer Leben nicht auf morgen. Lebt es unmittelbar!

Seid immer warmherzig zu den Menschen. Bemüht euch zu helfen und ihnen zur Seite zu stehen.  Ich glaube fest daran das ihr denen eine Stärke sein werdet die Mitgefühl, die Liebe und die Unterstützung brauchen.
Ich wünsche euch eine tiefe Humanität in all eurem späteren Handeln. Ich wünsche euch das nie Hass auf andere Menschen euer Leben verdunkelt. Seid nicht negativ und seid vorsichtig in eurer Kritik. Passt auf eure Gedanken auf denn diese werden eure Worte, die Worte werden zu Handlungen und die Handlungen werden euer Schicksal. Immer dann wenn meine negativen Gefühle die Oberhand gewannen, bin ich am Ende doch irgendwie gescheitert.

Ich habe mein Leben lang viel gelesen und ich wünsche euch von ganzem Herzen die Inspiration aus den vielen wundervollen Büchern die es gibt. Lasst euch ermuntern euren Geist fliegen zu lassen. Lasst euch auf das Lesen ein. Dies ist ein unendlicher Fluss von Inspiration, ihr speist damit eure Phantasie und eure Träume. Ihr könnt klug werden und das Lesen kann euch dabei helfen eine unverwechselbare Persönlichkeit zu werden.

Seid immer ehrlich und wahrhaftig. Unwahrheiten schaden euch selber, kosten Würde und Kraft. Haltet immer die Versprechen, die ihr gebt. Ihr werdet sehen das die Wahrheit und Aufrichtigkeit keine Last sind sondern zu einem unverwechselbaren Teil eurer Persönlichkeit werden.

Lasst die Menschen die ihr liebt und die ihr schätzt dies jeden Tag spüren. Jede Minute die man darauf verzichtet dies zu zeigen ist eine nie wiederkehrende Gelegenheit.

Seid neugierig auf die Welt. Schaut euch um, macht Reisen. Spürt unsere Erde an allen Enden solange ihr jung seid. Wartet nicht auf eine passende Gelegenheit – holt euch die Erfahrungen die unsere wundervolle Erde uns bietet.

Liebe Enkel, arbeitet für euer Leben in einem Beruf der euch erfüllt. Arbeitet nicht gegen eure Gefühle und nur wegen des Geldes. Weder Körper noch Seele könnten dabei gesund bleiben.

Wir haben unsere Welt nicht geerbt, sie wurde uns nicht geschenkt, wir haben sie von unseren Kindern und Enkeln geliehen. Bewahrt, beachtet und schützt die Natur – das ist unsere gemeinsame Verantwortung.

Ich bin gespannt wann eure Eltern euch das erste Mal diese Zeilen vorlesen oder ihr diese selber lesen könnt. Vielleicht haben wir ja die Gelegenheit darüber zu reden was aus diesen Wünschen geworden ist.

Euer Opa

Einige Zeilen an meine Enkel …

Du bist noch in der Kirche …???

Du bist noch in der Kirche – und auch noch aktiv?

Ungläubige Reaktionen sind nicht selten, wenn man in Gesprächen wie selbstverständlich auf das eigene christliche Verständnis hinweist. Eine ähnliche, gerade geführte Debatte, am Telefon reizt mich jetzt doch zu einem kurzen Gedankensplitter.

Wir haben eine merkwürdige Welt in der ein Kirchenaustritt bzw. offen bekundete Glaubenslosigkeit als „normal“ und ein Festhalten an Kirche oder dem  Bekenntnis zum Glauben als nicht zeitgemäß, „merkwürdig“ und erklärungsbedürftig angesehen wird. Bekennt man sich offen und will diesen kurzen Momente des Interesses nutzen, ist man gezwungen kurz, prägnant und ohne theologische Begründungsmonstrositäten zum Nachdenken anzuregen.

Ich verweise bei diesen Diskussionen auf die Argumente die für mich prägend sind:

  1. Ich bin davon überzeugt das weder unsere einmalige Erde, meine Eltern, meine Frau, meine Kinder, meine Enkelkinder oder ich selber ein Zufallsprodukt sind. Ich bin keineswegs eine durch einen chaotischen Zufall zusammengesetzte Form aus Kohlenwasserstoff. Mein Leben hat, davon bin ich überzeugt, Ziel und Sinn und endet nicht einfach im nirgendwo.
  2. Für mich faszinierende Menschen sind und waren geprägt vom Glauben. Nach all dem was wir von Jesus überliefert bekommen haben, hat dieser bis heute universell gültige Empfehlungen zu einem besseren Leben zwischen uns Menschen gegeben. Wir sind völlig frei diese zu befolgen. Er war nicht bereit sich den damaligen Machtverhältnissen zu beugen auf seinen Glauben und  seine Überzeugungen zu verzichten und hat sein Leben für sein selbstloses Wirken geopfert. Seine Gefühle und Emotionen, seine Zweifel, Ängste aber auch die Zuversicht, das Vertrauen und der tiefe Glauben zeigen einen zutiefst lebendigen Menschen und keine abgehobene fremdartige Gottheit. Nähe, Solidarität und Nachfolge wird dadurch erst möglich. Das Paradies könnten wir mit dem von ihm aufgezeigtem „christlichen Betriebssystem“ zu erheblichen Teilen schon zu Lebzeiten erschaffen und brauchen nicht erst auf den Tod zu warten. Menschen der jüngeren Vergangenheit die auch durch ihr Leben und Wirken strahlten und eine im Glauben verankerte tiefe Humanität, Liebe und Mitgefühl zeigten, sind Vorbilder. Ob dies z.B, um nur einige wenige zu nennen, Martin Luther King, Albert Schweitzer ob dies Nelson Mandela waren. Ihr Leben, ihre Mission speiste sich aus ihrem Glauben und war in unserer oft so dunklen Menschheitsgeschichte ein leuchtend heller Fleck.
  3. Ich erlebe viel Freude und Energie bei so vielen Menschen in der Kirche. Sie geben mit ihrer Lebenszeit das wertvollste was wir haben. Sie kümmern sich wie selbstverständlich um andere Menschen. Bedürftige und Kranke bekommen Zuspruch und Wertschätzung und die meisten Menschen Freundlichkeit. Diese Christen verzagen nicht. Sie bauen an den entlegensten Stellen Schulen, Krankenhäuser und Kirchen als Zeichen der Hoffnung. Sie setzen ihr Leben und ihre Gesundheit auf´s Spiel um anderen zu dienen ohne dafür jemals als Held berühmt oder irgendwann einmal reich zu werden.
  4. Die Kirche ist die einzige Organisation auf der Welt die es sich zum Ziel gesetzt hat Frieden, Glück und Segen für ausnahmslos alle Menschen zu erreichen. Es gibt kein Gewinnstreben. Das einzige Ziel ist die Vermehrung von Glauben, Humanität und Menschlichkeit.

Das alles führt dazu das ich bei allem Reparatur, – und Änderungsbedarf in der Institution Kirche Fan des Glaubens war, bin und bleiben werde. Ich weiß das dies kein theologisch argumentativ sauber aufgelegtes Glaubensbekenntnis ist. Ich fühle mich aber besser dabei …..;-)

Du bist noch in der Kirche …???

Fußball ….

Wie viele andere Menschen schaue auch ich mir sehr gerne Fußballspiele an.

In meiner Jugend habe ich lange im Verein gespielt.

Deshalb bewundere ich umso mehr die unglaubliche Geschwindigkeit und die Präzision bei den heutigen Ballstafetten.

Ich war immer Linksverteidiger. Damit war meine Aufgabe auch beschrieben. Ich war nicht zum Tore schießen auf dem Platz. Es war die Außenbahn, die meine Lauflinie darstellte. Gezielte Flanken und Pässe zu denjenigen Mannschaftskollegen deren Rolle darin bestand den Ball in das gegnerische Tor zu schieben, das war meine Aufgabe.

Wie heute bei der EM auch. Es ist bezeichnet wie diese oft nicht einfachen Individualisten in wirklich guten Mannschaften nicht durch ein „Alpha Tier“ auf dem Platz in einer Ordnung gehalten werden. Eine hervorragende Mannschaft funktioniert reibungslos, weil jedem auf dem Platz seine Aufgabe und seine individuelle Rolle im Team klar ist. Es ist diese Aufgabe und die damit verbundene übertragene individuelle Verantwortlichkeit und eine erfolgreich umgesetzte Autonomie, die ein Spiel dynamisch und eben oftmals auch erfolgreich machen.

Da stelle ich mir die Frage, wie die Wirklichkeit in unseren Betrieben aussieht?

Wissen wir alle um die Bedeutsamkeit der jeweiligen Rollen für die Schnelligkeit, Dynamik, Agilität und damit den Erfolg? Wertschätzen wir diese Rollen? Akzeptieren wir, dass strikte Hierarchien immer weniger in der Lage sind, auf die rasend schnellen Umgebungsveränderungen so zu reagieren wie es notwendig wäre?

Sind wir mit den heutigen Organisationsstrukturen gut aufgestellt? Haben die Spieler Spaß, kommen die Pässe an oder quälen wir uns? Spielen wir mit blindem Verstehen und auch gegenseitigem Vertrauen oder mit einem System das nur noch durch einen viel zu hohen Kontrollaufwand bestehen kann und wo individuelle Kreativität, Experimentierfreude und Spritzigkeit dauerhaft auf der Strecke bleiben?

So und jetzt schaue ich mir die Spanier an ;-)))

 

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Fußball ….

Islam Vertrag ……

In den letzten Wochen entwickelt sich immer stärker ein Streit über den Islam Vertrag. Sehr unterschiedliche Positionen prallen aufeinander. An dem Satz „Der Islam gehört zu Deutschland“ scheiden sich die Geister. Doch statt durch die unzweifelhafte Beschreibung von Erwartungen und Möglichkeiten eine notwendige Verbesserung des Zusammenlebens zu gewährleisten, häuft sich durch Unklarheit viel Trennendes auf.

Es entsteht auf allen Seiten Verunsicherung und als Folge Unverständnis, Misstrauen, Angst und Ablehnung. Genau dort setzen die Rattenfänger der AfD an.
Es dürfte eigentlich doch nicht so schwer sein, eine nachvollziehbare Basis des Zusammenlebens zu beschreiben?!

Einige Gedankensplitter für eine Klärung:

Menschen auf der Flucht und in Not bekommen im Rahmen unserer Kräfte jede nur denkbare Hilfe. Kommen sie kurzzeitig oder dauerhaft zu uns, so müssen sie sich uns anpassen. Die weitaus meisten Flüchtlinge wollen dies auch.

Eine solche Erwartungshaltung entspricht dem normalen menschlichen Verhalten. Man muss sich dafür nicht schämen, sondern den Fremden bei dieser Anpassung mit allen Mitteln helfen. Diese notwendige Anpassung ist jedoch wesentlich weitgehender als lediglich der Besuch eines Integrationskurses. Es beinhaltet nicht die bloße Toleranz der Gastgeber (also uns) durch die Fremden, es bedeutet die Assimilation, die Übernahme unserer grundlegenden Werte bzw. der uns prägenden Kultur.

In unserer Gesellschaft stehen die Demokratie, die individuelle Freiheit, die körperliche und psychische Unversehrtheit, die Würde und die Gleichberechtigung der Menschen über allen sonstigen Werten. Diese werden weder durch Gesetze, durch religiöse Vorschriften noch durch deren Vertreter in Frage gestellt. Ehrenbegriffe (Individuell oder auch staatlich) aus einem anderen Land oder einer anderen Kultur spielen in unserer Lebenswirklichkeit weder heute noch morgen eine Rolle. Lassen wir eine solche parallele Realität zu, dann spaltet dies unsere Gesellschaft.

Die kulturelle Identität unseres Landes speist sich aus den Erfahrungen der Vergangenheit und einem erlebten Leben. Unsere Kultur erschöpft sich nicht in Gemälden, Museen oder Musik. Unsere Lebensart, unsere Erfahrungen und Erlebnisse bilden im Wesentlichen unsere Kultur und prägen uns und unser Land. Sie sind nicht verhandelbar und stehen nicht zur Disposition.

Die Sprache unseres Landes ist Deutsch. Um dazugehören ist die Sprache der entscheidende Schlüssel. Deshalb muss sie vorrangig erlernt und gebraucht (!!) werden. Auch hier sollte massive Hilfe selbstverständlich sein.

Auch wenn viele Menschen bei uns leider mittlerweile gottlos oder glaubenslos geworden sind, so gehört der christliche Glaube immer noch zu diesem Land. Die Basis unserer Gesellschaft baut auf diesen christlichen Prinzipien auf. Dies gilt es zu respektieren. Es ist eine falsche Appeasement Politik darauf zu verzichten, diese Rolle des christlichen Glaubens und der Grundwerte für unsere Gesellschaft aus trendigen oder modernen Gründen schamhaft zu verbergen. Dieses christlich geprägte Fundament bildet unser gesellschaftliches Zentrum und, man mag es bedauern, es ist eben nicht der Islam. Den Glauben anderer Menschen und damit unter anderen den Islam zu akzeptieren, gehört zu unseren Grundwerten.

Dagegen haben wir in der Geschichte schon oft verstoßen, aber wir haben (bis auf die AfD) daraus gelernt.

Um in Frieden und gutem Miteinander zu leben haben Gäste unsere Kultur, die Lebensweise unsere Gesellschaft unsere Werte und unseren Glauben zu akzeptieren. Wollen sie eine neue Heimat bei uns, so müssen sie sich anpassen und nicht wir. 
Wem dies nicht möglich ist, für den ist dies nicht das richtige Land als neue Heimat. Wer an unserem Glück teilhaben will und die Bedingungen akzeptiert sollte herzlich willkommen sein.

Nebenbei sei mir die Anmerkung erlaubt das ich auch die AfD Anhänger einladen würde sich zu integrieren und die oben beschriebenen Werte unserer Gesellschaft anzuerkennen. Vielleicht kann man ja auch dort etwas helfen?

Islam Vertrag ……

Schrecklich …..

Immer wieder bemüht man sich um eine rationale, eine vernunftsgetriebene Diskussionen über die Entwicklungen auf der Welt, bei der Abermillionen von Menschen durch Krieg, durch Armut und Perspektivlosigkeit auf der Suche nach einem menschenwürdigen Leben sind.
Doch Bilder wie diese, bei der auf dem Mittelmeer die Helfer ein totes Baby aus den Fluten bergen, durchbrechen jede Professionalität, jede Distanz, erschüttern mich als Mensch und dringen tief ein in mein ethisches christliches Selbstverständnis.

Schrecklich …..

Wen soll man denn wählen? ….

Egal wo man heute Menschen trifft und es im Laufe der Gespräche um Politik geht, überall erlebt man dasselbe.
Viel zu viele Menschen sind ratlos und schlimmer noch, immer stärker orientierungslos. Man spürt Skepsis, Misstrauen, ein dumpfes Gefühl drohenden Unheils und fehlender Glaube oder ein Vertrauen, das die aktuelle Politik funktionierende Lösungen parat hat.
Politik begleitet mich seit Jahrzehnten aber noch nie habe ich in so krasser Form ein Gefühl der zunehmenden Distanz und Erwartungslosigkeit erlebt. Immer waren z.B die Sozis bei aller überbordenden und manchmal selbstzerstörerischen Kritikfreude von ihren Sozialdemokraten und die CDU Leute von ihren Christdemokraten überzeugt. Man erlebt heute Sozialdemokraten, die achselzuckend dem Niedergang der SPD zuschauen. Man erlebt Christdemokraten die spürbar zerrissen sind in ihrer Solidarität mit der Kanzlerin und dem Gefühl nicht mehr authentisch zu sein.

Und plötzlich erzählen wählende Menschen das sie darüber nachdenken AfD zu wählen. Das Umfeld reagiert gleichgültig oder fassungslos aber vor allem wehrlos.
Zur Gegenwehr gehört aber eine Alternative an die geglaubt wird. Wenn diese fehlt, bricht die Abwehr in sich zusammen oder entsteht erst gar nicht.
Die AfD ist keine Alternative für die Menschen, weil sie nicht ansatzweise etwas Gutes bewirken kann oder will. Sie entstand und existiert aus vielen bösen und negativen Gedanken. Sie ist aber auch das Produkt aus der Ratlosigkeit und dem Vertrauensverlust so vieler Menschen.
Vielfach hört man die Hoffnung „das die da oben mal aufwachen“ – nur kommt diese Botschaft überhaupt an? Seit Jahrzehnten wissen wir trotz aller aktuellen Hypernervösen politischen Hektik, dass nur eine Minderheit in Deutschland extremistisch denkt.

Aber ich höre so viele Menschen wie noch nie zuvor mit dem Satz „Wen soll ich denn noch wählen?“.
Diese politische Ratlosigkeit und fehlende Zuversicht kann gefährlich wuchern und besorgniserregende Eigendynamiken entwickeln.
Es ist sicherlich richtig das die Bindungskraft von vielen Institutionen, Parteien, Verbänden, Vereinen, Kirchen durch die zunehmende Individualisierung stark abnimmt.
Die Welt ist komplexer undurchschaubarer, globaler geworden.

Doch genügt dies als Erklärung oder gar als Entschuldigung, um nicht mit allen Mitteln gegen diese Entwicklungen zu kämpfen? Wenn die Menschen politisch oder auch in Bezug auf die Konfession heimatlos geworden sind und wenn diese Entwicklungen dem Gemeinwesen schaden – warum kämpft man nicht mit allen Mitteln dagegen an?
Wenn vor allem der Verlust von Vertrauen und positiver Zuversicht der tatsächliche Nährboden der AfD ist, wie gewinnt man dort die Schlachten?
Die fatale Basis für die radikalen ist die Unterstützung mit einem Wahlkreuz von eigentlich nicht radikalen Menschen, welche durch Resignation und so etwas wie politischer Depression ausgelöst wird.

Dies zur Kenntnis zu nehmen und politisch offensive Gegenmaßnahmen zu entwickeln, das wäre die vordringlichste Aufgabe. Spannend könnte es sein aus der aktuellen Entwicklung Lehren zu ziehen, einer neue Lebendigkeit vielleicht Raum zu geben.
Neue Experimente zu wagen!
Warum als eine erste Idee z.B nach Wahlen eine Minderheitsregierung zu wagen für jeweilige Positionen zu werben und um Mehrheiten zu kämpfen und sich nicht in möglicherweise unpassenden Koalitionen bis zur Unkenntlichkeit zu verbiegen und abzuschleifen?
Demokratie lebt von Lebendigkeit, Kreativität, Authentizität, Transparenz von Agilität, Vielfältigkeit und Dynamik.
Das ist es, was die Menschen begeistert.
Und schon wäre es um die AfD geschehen!

Ist aber nur ein Gedanke ……..

Wen soll man denn wählen? ….

Problemblindheit….

In der Psychiatrie wird mit dem Begriff Illusion eine Sinnestäuschung verstanden. In den Fällen, in denen zwar etwas reales wahrgenommen, dies dann aber anders erlebt oder für etwas anderes gehalten wird, spricht man von „illusionärer Verkennung“.

Diese Symptome stellt man zunehmend bei verschiedenen Politikern fest, die sich fast überschlagen in ihrem Bemühen die Wirtschaft zu bändigen und zu fesseln.
Die Betriebe werden durch Dokumentationspflichten (das neue Wort für Bürokratie), einer Flut von Gesetzen, Verordnungen und Abgaben belastet. Dies alles mit dem Ziel, weitere „Wohltaten“ verteilen zu können. Das vor dem Verteilen und ausgeben zuerst einmal das Erwirtschaften steht, wird schnell übersehen.
Eine im internationalen Vergleich sinkende Produktivität, mangelnde Investitionen und überbordende Sozialleistungen werden kaum als sehr besorgniserregende Probleme wahrgenommen. Die Investitionsquote in den Unternehmen sinkt trotz einmalig günstiger Zinsen beständig und macht nur noch einen Bruchteil von ehemals beeindruckenden Zahlen aus. Der Produktivitätsfortschritt ist seit Jahren zu gering, um alle sonstigen negativen Entwicklungen auszugleichen.
Doch es wird politisch kaum versucht, diesen alarmierenden Entwicklungen lösungsorientiert nachzugehen. Die Antworten könnten ja unangenehm sein und zum unpopulären Umdenken Anlass geben?
Der Bundeshaushalt für das Jahr 2015 war mit 299 Milliarden Euro veranschlagt.
Dabei verbucht alleine das Arbeitsministerium von Frau Nahles 125 Milliarden Euro. Das ist der Löwenanteil an Steuergeldern. Das entspräche, wenn ich richtig informiert bin, dem Gesamthaushalt (!!!) der Bundesrepublik aus den Jahren 1985/86.
Schaut man sich hingegen die Investitionen in Infrastruktur oder in Zukunftsprojekte an, der im internationalen Vergleich unterentwickelten Unterstützung von Forschung und Entwicklung ist dies schon bedrückend. Man könnte den Eindruck bekommen, das wir die Quelle ewig sprudelnden Wohlstandes gefunden haben und alles so bleiben kann wie es ist.
Die Dynamik von Entwicklungen bei den großen mit uns konkurrierenden Wirtschaften, die rasante technologische Vorwärtsbewegung in den USA (Silicon Valley) oder die gigantischen Ingenieurzahlen in den asiatischen Staaten sollten eigentlich Sorgen bereiten. Gerade unser Land ist wirtschaftlich elementar auf von uns forcierte, angeführte Innovationen und wissenschaftliche Revolutionen angewiesen. Doch leider beeindrucken wir hierbei oftmals nur noch durch Skepsis bis Ablehnung. Schon lange sind wir nicht mehr auf den meisten Feldern die Vordenker und Vorreiter. Eine Katastrophe für ein Land wie das unsrige.
Auch die aktuelle Abschwächung der wirtschaftlichen Entwicklung in China verheißt uns nichts Gutes. In der Folge wird unsere auf Export ausgerichtete Wirtschaft durch wegbrechende Absatzmärkte erhebliche Probleme bekommen und der Druck dieser Länder auf unsere Märkte bzw. Produkte wird extrem zunehmen.
Bei uns wird hingegen in wechselnder Folge die Republik mit Streiks auf der Schiene oder im Luftverkehr stillgelegt, die Kunden treibt man zu konkurrierenden ausländischen Gesellschaften und quittiert dies mit einem Achselzucken. Wir stellen fest das wir eine demographische Herausforderung und einen zunehmend dramatischeren Facharbeitermangel haben und antworten mit früherem Renteneintritt.
Diese paradoxen Verhaltensweisen ließen sich beliebig weiterführen und führen zu der Frage, ob dies noch verantwortlich ist?
Tatsächlich leben wir in einer Scheinwelt und profitieren von vorübergehenden günstigen Rahmenbedingungen. Wir verdanken unsere derzeit komfortable Situation leider fast ausschließlich einigen „Glücksfällen“. Die Zinsen sind absurd gering, dies treibt die Inlandsnachfrage in die Höhe und diese kompensiert die ersten Anzeichen von Problemen in der Exportwirtschaft. Darüber hinaus profitieren wir von extrem günstigen Energiepreisen. Jede Veränderung an dieser Ausgangslage (und diese zeichnen sich dramatisch ab) wird uns sehr unsanft aus diesem gemütlichen Kuschelbett zerren.
Ich hatte es in vorhergehenden Beiträgen schon ausgeführt. Wir bereiten uns auf die bevorstehenden Änderungen kaum vor.

Um in der maritimen Sprache zu bleiben, – wir machen angesichts des sich abzeichnenden Sturmes unser Schiff in derzeit wirtschaftlich noch ruhiger See nicht sturmfest, sondern verteilen und organisieren die Sonnenliegen am Pool.
Wir leiden an einer ausgeprägten Problemblindheit.

Der Sturm wird kommen und wir alle, aber vor allem die nachkommenden Generationen, werden die Konsequenzen dieses zu kurz gegriffenen Denkens und Handelns erleiden.

Begonnen habe ich diesen Beitrag mit einem Ausflug in die Psychologie und damit möchte auch enden. Das subjektive Problemempfinden nimmt mit objektiver Problemarmut nicht ab. Wer wenige oder kaum wirkliche Probleme hat, neigt dazu kleine Probleme aufzubauschen. Man verkrallt sich in, für die Zukunft unbedeutenden Kleinigkeiten und übersieht geflissentlich die für unsere Zukunftsfähigkeit wirklich bedeutsamen Aufgaben und Problemstellungen. Dies ist Problemblindheit.

Problemblindheit….