Wer prahlt damit die ältesten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu haben?

Ein Kollege sagte mir vor wenigen Tagen: „Paul, ich zähle die Tage.“ Er war gerade 60.
Er war einer der Besten. Er zählte nicht auf etwas hin — er zählte weg.
Weg vom Betrieb, der ihm längst signalisiert hatte.
Du gehörst nicht mehr zur Zukunft.

Das ist kein Einzelfall. Das ist System.
Sieben Millionen.
In den nächsten fünfzehn Jahren werden dem deutschen Arbeitsmarkt sieben Millionen Menschen fehlen.
Man debattiert über Teilzeit, über Frauen, über Migration.
Was man kaum bespricht: Die Menschen, die schon da sind.
Die über Sechzigjährigen.
Die Zahlen sind beeindruckend. Wenn genauso viele 60- bis 64-Jährige arbeiten würden wie die 55- bis 59-Jährigen, stünden 2,4 Millionen zusätzliche Arbeitskräfte zur Verfügung.
Nicht irgendwann. Jetzt.

Stattdessen läuft eine Zentrifuge die keiner in Frage stellt.
Leise, systematisch, fast unsichtbar.
Sie katapultiert erfahrene Menschen aus dem Arbeitsleben und alle schauen weg.

Ich habe lange gesucht nach jemandem, der einen anderen Weg zeigt. Gefunden habe ich ihn seinerzeit in Finnland.
Juhani Ilmarinen ist Arbeitsmediziner. Seit den 1970er Jahren hat er erforscht, was Menschen arbeitsfähig hält — und was sie zerstört. Daraus wurde das „Haus der Arbeitsfähigkeit“.
Ein Modell, das Gesundheit, Kompetenz und Arbeitsumgebung zusammendenkt.
Nicht als Sozialprogramm, sondern als betriebliche Logik.
Ich habe Ilmarinen mehrfach persönlich getroffen. Er schaute auf Fakten, auf Zahlen, auf Erfahrung. Und auf eine Überzeugung, die er nicht losließ. Das hat mich beeindruckt. Nicht das Konzept allein, sondern der Mensch dahinter.

Diesen klugen Weg haben einige Betriebe versucht und er scheitere so oft an Träumen…

Da ist der Traum vom jungen Unternehmen. Wer prahlt schon öffentlich damit, viele ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu haben?
Der Fokus liegt auf Jugend.
Erfahrung ist kein Markenwert, sie ist oft nur Hintergrundgeräusch.
Da ist der Traum von der individuellen großen Freiheit.
Menschen wollen im Alter nicht mehr arbeiten und sehen in der Arbeit keine Chance auf Freiheit.
Wie arm an Ideen sind wir eigentlich, wenn wir das so stehen lassen?

Und da ist der Traum vom billigen Weiter-so.
Altersgerechte Arbeit kostet.
Umgestaltung, Gesundheitsförderung, Führungskultur das sind Investitionen.
Also lieber sanfter Druck Richtung Ausgang.
Mit Abfindung. Mit Handschlag.
„Sozialverträglicher Stellenabbau“ nennt man das.
Ich kenne diese Mechanismen aus dem Betriebsrat. Damals als junger Mann habe ich für Frauen in Männerberufen geworben.
Die verwunderte Antwort der Kollegen… zu schwer. Meine Gegenfrage,- Wenn es für Frauen zu schwer ist, warum macht ihr es dann nicht leichter für alle?
Niemand hat geantwortet.

Die Frage nach längerem Arbeiten leidet heute unter Panikattacken.
Die einen fürchten um ihren Traum von großer Freiheit.
Die anderen um Wahlen. Die Betriebe um Investitionen, die sie tätigen müssten. Alle haben Angst.
Und das Ergebnis dieser kollektiven Angst heißt…
2,4 Millionen verlorene Arbeitskräfte.

Eine Rentendebatte die in Kulturkämpfe abgleitet.
Sieben Millionen fehlende Menschen.
Ein Fachkräftemangel, über den wir uns aufrichtig zu wundern scheinen.
Ilmarinen hat einen Traum verwirklicht.

Wir verwalten unsere Ausreden.
Das ist kein Schicksal. Das ist eine Entscheidung.

Wer prahlt damit die ältesten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu haben?

Ich bin ein Fossil – vielleicht fehlen die gerade?

Ich bin ein Fossil. Und genau das fehlt uns gerade.

Heute wurde ich auf meine Rente angesprochen. Mit dem Zusatz,- Sei froh.

Der Kollege wusste auf den Tag genau, wie lange er noch arbeitet. Countdown läuft. Ziel: Abstand. So schnell wie möglich.
Ich habe geschwiegen. Und gedacht.

Was macht das mit uns, wenn das Berufsleben zum Restposten wird?
Wenn Erfahrung nicht mehr als Kapital gilt, sondern als Altlast?

Wenn der Gedanke an Führung, an Verantwortung, an Zukunft gestalten irgendwann kippt in,-
Hauptsache, ich komm da raus?

Ich bin ein Fossil. Das stimmt.
Ich komme aus einer Zeit ohne tagtägliche Dashboards, ohne Feeds, ohne Echtzeit-KPIs.
Aus einer Zeit, in der ein Wort Folgen hatte.

In der Vertrauen nicht mit Umfragen gemessen, sondern verdient wurde.
In der Führung bedeutete.
Du gehst voran. Nicht Du fällst auf und bist jederzeit sichtbar.

Aber ich schwärme nicht in Nostalgie.

Die Vergangenheit war nicht besser. Sie war anders.
Manches war gut. Manches war falsch. Manches war schlicht die einzige Möglichkeit, die man hatte.

Was mich umtreibt, ist etwas anderes.

Die Trosse.

Zwischen einem Schiff und dem Kai hängt und hält eine Trosse.
Nicht elegant. Nicht modern. Einfach stark.
Sie hält das Schiff, damit es nicht von Strömung und Wind dahin getrieben wird, wo gerade alle hintreiben.

Führung heute braucht diese Trosse.

Eine Verbindung zwischen dem, was war, und dem, was kommt.

Keine Unterwerfung unter die Vergangenheit. Kein Abriss um des Abrisses willen.

„Das haben wir immer so gemacht“ — ja, das ist großer Quatsch.
Wer so denkt, führt nicht. Der verwaltet Gewohnheiten.

Aber das Gegenteil ist genauso falsch:
Alles lächerlich zu machen, was früher funktioniert hat.
Zerstörung um der Zerstörung willen.

Das ist kein Mut. Das ist Bequemlichkeit mit modernem Anstrich.

Die Kunst liegt dazwischen. Und die ist schwer.
Weil sie Urteilsvermögen verlangt und Algorithmen das nicht ersetzen.

Weil sie Haltung, Mut und Nachdenklichkeit, manchmal Demut verlangt nicht Methoden.

Was Führung heute tun muss, ist im Grunde einfach und genau deshalb so schwer:

Wer zuhört, führt.
Vertrauen entsteht nicht schneller, weil der Feed schneller wird.

Wer Führung spielt, verliert die Menschen. Sichtbarkeit ohne Substanz wird irgendwann durchschaut.
Wer nur noch reagiert und kontrolliert, hat aufgehört zu führen. Er verwaltet und zwar mit Vollgas.

Neue Werkzeuge? Ja, unbedingt.
Alte Werte? Ja, genauso.

Das ist kein Widerspruch. Das ist die Aufgabe.

Tempo ist kein Maßstab für Güte.
Erfahrung ist kein Ballast. Sie ist das Einzige, was bleibt, wenn die Modelle versagen und moderne Hypes wieder einmal in der Mülltonne landen.

Zurück zum Kollegen.

Ich gönne ihm seinen Countdown. Wirklich.
Verantwortung für mich nicht endet, wenn ein Datum kommt.
Vielleicht beginnt sie da erst richtig.

Die Welt dreht sich schneller.
Menschen tun es nicht.
Das ist kein Befund.

Das ist der Ausgangspunkt.

Ich bin ein Fossil – vielleicht fehlen die gerade?

„Plattdeutsch versteht jeder auf der Welt“

Es war eine dieser Baustellen, die von Anfang an mehr Energie versprühen als Kontrolle. Das Reparaturschiff lag an der Alten Werft. Die Duchesse Ann, wenn mich die Erinnerung nicht trügt — und sollte zum Viehtransporter werden.

Klingt unspektakulär. War es nicht.

Denn zuerst musste weg, was drauf war. Wir brannten ab, demontierten, schafften fort. Die Stimmung war gut, der Fortschritt sichtbar.

Dann… Stop. Sofort. Alles stehen lassen.

Der erste Krängungsversuch war daneben gegangen. Die Daten stimmten nicht.

Wer nicht auf einer Werft groß geworden ist: Bei einem Krängungsversuch lässt man ein Schiff absichtlich auf die Seite kippen, kontrolliert, mit Gewichten, die von Deck zu Deck wandern. So ermittelt man den Stabilitätsschwerpunkt. Klingt nach Theorie. Ist bitterer Ernst.

Die Stabilität ist elementar. Ein Schiff, das kippt weil man vorher nicht gerechnet hat, kippt nicht zurück.
Und für diesen Versuch brauchten wir ein ausgewogenes Schiff.
Steuerbord? Anker draußen. Backbord? Noch drin.
Also ran. Einer musste das Ankerspill bedienen, damit der Anker ablaufen konnte.

Einer.
Der Franzose.

Er war das einzige Besatzungsmitglied dass noch an Bord war.
Kein Deutsch. Kein Englisch. Nur Französisch und ein Gesicht, das sagte…
Ich verstehe euch sehr gut. Ich mache nur nicht mit.

Wir versuchten es mit Händen. Mit Zeigen. Mit internationalem Zeichenvokabular, Arme die Ankerketten imitieren, Finger nach unten, Blicke, die flehen.

Nichts.

Dann schwere Schritte hinter uns.

Unser alter Schiffbaukollege. Ein Altgeselle. Eine Legende auf der Werft. Einerseits war er einer besten Kollegen die man haben konnte hatte aber auch eine Stimmgewalt, die Stahl biegen konnte.

Er sah die Situation. Er sah den Franzosen. Zwei Sekunden. Mehr brauchte er nicht.

Und dann brüllte er, auf Platt, aus voller Lunge:

„Düvel satan Blixen, lot de Anker ondall, du blöde Franzmann, anners drei ik die de Hals um!“

Was ungefähr bedeutet: Lass den Anker runter — aber auf Platt klingt es überzeugender.

Der Franzose starrte ihn an. Dieses brüllende Ungeheuer mit den roten Wangen unter dem gelben Helm und den zusammengekniffenen Augen wie Scheinwerfer.

Eine Sekunde. Zwei.

Dann drehte er sich um. Betätigte den Anker. Ließ ihn auf den im Wasser treibenden Ponton fallen.
Sauber. Ruhig. Als wäre es das Selbstverständlichste der Welt.

Der alte Haudegen sah es. Drehte sich um. Grinste. Dieses Grinsen, das sagt,- Hab ich mir gedacht.
Und sagte dann — für uns alle hörbar:

„Sag ich ja. Plattdeutsch versteht jeder auf der Welt.“

Ich habe seither viel mit Kommunikation zu tun gehabt und nachgedacht.
Über Sprache, Ton, Körperhaltung.
Darüber, was einen Menschen wirklich erreicht.

Meine persönliche Feldstudie zu dem damaligen Erlebnis sagt bis heute…
Es war, glaube ich, nicht das Plattdeutsch.

Aber widerlegen kann ich es auch nicht.

„Plattdeutsch versteht jeder auf der Welt“

Ihr verliert die Menschen…

Ein offener Brief
An die Politik der Mitte (nach der Wahl am Sonntag)

CDU, SPD, Grüne — ihr seid gemeint.

Ich bin kein Berufspolitiker. Ich bin aber ein politischer Mensch den es graust die Nachrichten nach den Wahlen zu schauen.

Heute schreibe ich euch. Weil ich es nicht mehr schweigend ansehen kann.

Ihr verliert die Menschen. Nicht irgendwann. Jetzt.
Nicht wegen der großen Erzählungen. Nicht wegen Koalitionsverhandlungen oder Parteitagen.
Ihr verliert sie wegen des Arzttermins, den man seit Wochen nicht bekommt. Und bei dem es nicht besser wird. Wegen des Formulars, das niemand versteht (und immer neue kommen dazu).

Wegen unseres so unglaublich verkopften und verbürokratisierten Landes (das ihr zugelassen und gestaltet habt). Wegen des Gefühls, täglich, handfest, unübersehbar dass sich irgendwie nie jemand für irgend ein Problem tatsächlich zuständig fühlt.

Liebe Leute, das ist keine Stimmung. Das ist Realität. Und ihr habt sie offenbar völlig aus dem Blick verloren.

An meine SPD…

Ihr habt euren Halt verloren. Nicht weil ihr euch um die Schwachen kümmert. Das ist richtig und wichtig. Sondern weil ihr die Energie dort konzentriert und lasst, wo sie euch nie gegeben wurde.
Die Menschen haben euch gewählt, weil die SPD das stärkste war was die Schwächeren haben.
Die Schichtarbeiter, die Krankenschwestern, die kleinen Selbständigen, die wollen keine Verwaltung ihrer Not. Die wollen Respekt und handhabbare Unterstützung. Die wollen, dass ihre Leistung und Arbeit zählt (vor allem anderen). Dass sie im Zentrum stehen, dass man um sie kämpft. Nicht verwaltet.
Es geht nicht um „Pampern“ und schonen.
In der Arbeiterschaft ist man Kummer gewohnt.

Doch gerade in Krisenzeiten ist Soziale Gerechtigkeit, (alle tragen die Last in gleicher Weise) kein Programmpunkt. Sie ist eine Haltung, ein unverrückbarer Ankerpunkt. Zeigt sie endlich wieder. Und wenn eure neuen Leute mit diesem Herzblut nichts mehr anfangen können dann sollen sie die Sozis in den Kommunen mal danach befragen.

An die CDU…

Ich mochte die alten konservativen CDU Leute.
Eure Gründergeneration wusste etwas, das ihr zu oft vergesst. Verantwortung für das Ganze ist keine Option, sie ist Pflicht. Adenauer, Erhard, Kohl, die haben nicht gefragt, wem das nützt. Die haben auch Fehler gemacht aber sie wussten um die Superkraft der Fairness in einer sozialen Marktwirtschaft. Die haben gefragt, was das Land braucht und nicht ob es irgendeiner Lobbygruppe passt oder nicht.

Heute machen eure Leute z.T entsetzliche Klientelpolitik, die sich nicht mal mehr die Mühe macht, sie zu verschleiern.
Die Lasten werden verteilt, aber nicht fair.
Die einen tragen, die anderen werden getragen.

Wie kann man in solchen Zeiten wie den heutigen überhaupt noch darüber diskutieren ob wohlhabende im Sinne der Staatsverantwortung mehr tragen müssen (sie sind es diesem Land doch schuldig …. Verdammig noch mal). Und ihr schaut weg. Das ist nicht konservativ. Das ist Gleichgültigkeit mit Parteibuch.

An die Grünen…

Ihr habt die richtigen Themen. Und ihr habt sie in eine Sprache verpackt, die an der Wirklichkeit der meisten Menschen vorbeizieht. Klimaschutz ist existenziell , ganz ohne Zweifel, aber er muss bezahlbar sein. Transformation ist nötig, aber sie darf die nicht zerreiben, die ohnehin schon am Rand stehen. Und wenn ihr keine Sekte in den großen Oberzentren bleiben wollt dann raus ins Land, da wo es schwierig und nie dogmatisch zugehen wird.

Hört auf, Haltung mit Herablassung zu verwechseln. Der Handwerker, der morgens um sechs auf der Baustelle steht, braucht keine Belehrung.
Er braucht einen Staat der funktioniert und eine Bürokratie die es als ihre wichtigste Aufgabe ansieht ihn zu unterstützen.

Und an euch zusammen

Erklärt euch nicht die Welt wie sie euch gefällt. Nehmt endlich Tempo auf.
Hört auf mit den endlosen Streitereien um Themen die für das Leben der meisten Menschen völlig belanglos sind.

Die Zeit der Entschuldigungen sind vorbei ….
jetzt ist die Zeit der Entscheidungen.

Unsere Heimat hat eine der besten Forschungslandschaften der Welt. Exzellente Ingenieure. Handwerker, die ihresgleichen suchen. Ideen, die in Schubladen liegen, weil niemand den Mut hat, sie rauszuholen.
Stattdessen setzen wir auf alte Technologien, an denen andere verdienen. Wir schützen Ideen von gestern, anstatt die Industrien von morgen zu bauen. Wir schauen zu, wie andere kopieren was wir erfunden haben und wundern uns dann.

Und sind uns zu fein von anderen zu lernen und gute Ideen zu uns rüber zu holen.
Wann sind wir so kompliziert geworden?

Fangt doch bitte an zu handeln.

Und noch eins — das Wichtigste… – wirklich für mich elementar!

Die Extremisten gewinnen nicht, weil sie Antworten haben. Sie haben ja überhaupt keine.
Sie gewinnen, weil sie die Wut spiegeln, die ihr erzeugt habt. Jede Ungerechtigkeit, die ihr stehen lasst. Jede Arroganz, die ihr euch leistet. Jede Verzögerung, jedes Aussitzen, jedes Schulterzucken das ist ihr Wahlkampf.

Ihr liefert ihn frei Haus.

Das lässt sich ändern.
Nicht mit besseren Kampagnen. Nicht mit neuen Slogans.
Sondern indem ihr anfangt, das zu tun, wofür die Menschen euch gewählt haben.

Regieren, entscheiden, zuhören, respektieren und liefern!

Dieses Land und diese Menschen haben mehr verdient als das, was ihr ihnen gerade bietet.

Kommt jetzt
bitte
bitte
bitte
in die Puschen weil ich nicht mehr erleben möchte das unser Land durch Extremisten in den Abgrund geführt wird.

Ihr verliert die Menschen…

Jede Vierte!

Diese Woche werde ich mit sechs Frauen sprechen.

Sechs Frauen denen Gewalt widerfahren ist.
Vom Partner. Vom Freund. Vom Ex.

Ich werde mit ihnen gemeinsam Anträge erarbeiten — auf Kontakt- und Näherungsverbote.
Ich werde wieder viel telefonieren um Therapien zu erfragen.
Ich werde an Anträgen schreiben für Hilfen bei Missbrauch, der zum Teil viele Jahre zurückliegt.
Um viel Geduld werde ich bitten — weil die Bearbeitung dieser Anträge Jahre dauern können.
Anträge werden wir erstellen, dass sie vor Gericht nicht mit ihren Peinigern konfrontiert werden möchten.
Anders als in den Niederlanden ist das bei uns nicht zwingend opfergerecht geregelt.
Wir werden versuchen Opferanwälte zu finden.

All das erlebe ich jeden Tag.
Und ich spüre dabei großes Unverständnis und ja auch größer werdende Wut.

Diese Woche lese ich gleichzeitig über Collien Fernandes und Christian Ulmen.
Über Vorwürfe einer prominenten Frau die tief gehen — physische Verletzung, Kontrolle, systematische Demütigung, gefälschte Bilder.
Natürlich gilt die Unschuldsvermutung.
Aber die Reaktion die dieser Fall auslöst, ist keine Überraschung.

Sie ist das Ergebnis von zu viel.

Epstein. Pelicot. Diddy.
Steigende häusliche Gewalt laut BKA.
Eklige Deepfakes die Frauen und Kinder entkleiden.
Eine Femizid-Rate gegen die sich offenbar nichts ausrichten lässt.

Jede vierte Frau in Deutschland erlebt mindestens einmal im Leben Gewalt durch den Partner oder Ex-Partner.

Jede vierte.

Wenn Frauen heute sagen: „Es fühlt sich an, als würden Männer Krieg gegen uns führen“ —
dann ist das keine Hysterie.
Das ist eine Bilanz.

Mehr Schutz und härtere Strafen sind gut.
Aber sie reichen nicht liebe Leute.
Nicht ohne Bildung.
Nicht ohne Prävention.
Nicht ohne den ernsthaften politischen Willen zur Gleichberechtigung.

Genau dieser Wille wird gerade überall in Deutschland in Frage gestellt und eingespart.

Und das ist kein Sachzwang.
Das ist eine Entscheidung.

Ich werde diese Woche sechs Frauen sprechen.
Sechs von Millionen.

Jede mit ihrer Geschichte.
Jede mit ihrem Mut — denn es braucht Mut, Hilfe zu suchen.
Jede mit dem Recht auf ein Leben ohne Angst.

Das ist keine abstrakte Forderung.
Das ist der Mindeststandard einer Gesellschaft die Würde ernst nimmt.

Artikel 1 des Grundgesetzes!?

Jede Vierte!

Na – alles gut?

„Na, alles gut?“

Wie oft hören wir diesen Satz am Tag.
Morgens beim Bäcker, bei der Arbeit, im Treppenhaus, auf dem
Parkplatz.

Und ganz ehrlich, es ist ja keine Frage.
Es ist eine Begrüßung mit Fragezeichen. Eine Art akustisches Nicken.
Und die Antwort kommt so zuverlässig wie das Amen in der Kirche:

„Muss ja.“

Ich muss dabei manchmal schmunzeln.

Wir haben eine ganze Gesprächskultur entwickelt, in der beide Seiten genau wissen dass sie nicht wirklich reden.
Und beide sind damit einverstanden.
Effizient, wenn man so will.

Aber manchmal frage ich mich,
was wäre eigentlich, wenn jemand mal ehrlich antwortet?

„Na, alles gut?“
„Nein, eigentlich nicht. Hast du kurz Zeit?“

Stille.
Leichte Panik. Oh Shit …. das wollte man doch gar nicht.
Und plötzlich hat man keine Zeit mehr, habe einen Termin – ein anderes Mal ja ?

Dabei ist echtes Zuhören keine Kunst.
Es braucht keine Ausbildung und kein Zertifikat.

Es braucht nur einen Moment.
Und die Bereitschaft, ihn auszuhalten.

Innezuhalten.
Wirklich zu schauen. Sich für den anderen zu interessieren.
Die Antwort abzuwarten — bevor man schon weitergeht.

„Na, alles gut?“
Vielleicht die kleinste große Frage die wir stellen können.

Na – alles gut?

Was ist uns Selbstbestimmung wert?

Was ist uns Selbstbestimmung wert?

Heute Morgen, Supermarkt in Leer.
Ich stehe am Gewürzstand und warte auf meine Frau.
Zwei Männer ein paar Meter weiter. Die Einkaufswagen voll.
Sie reden über Spritpreise. Die Welt wird verrückt, sagen sie.

Dann kippt das Gespräch.
„Wir brauchen auch solche Typen wie Putin oder Trump. Sonst sind wir bald fertig.“
Zustimmendes Nicken.
Kein Zögern. Keine Nachfrage. Keine Skepsis.

Ich stehe da – und denke…
Merken wir eigentlich noch, was wir da sagen?

Wir leben in einem Land, in dem wir frei entscheiden dürfen.
Und sehnen uns nach Systemen, in denen genau das abgeschafft wird.
Was ist uns Selbstbestimmung wert?

Selbstbestimmung.
Ein großes Wort. Eines, das wir in diesem Land so selbstverständlich benutzen, dass wir kaum noch spüren, was in ihm steckt.

Ich habe früh gelernt, was es bedeutet.

Auf der alten Werft, in der Reparatur.
Kein Plan war je vollständig. Kein Schiff identisch.
Und oft stand da in der Zeichnung ein Satz, den ich geliebt habe…

„Nach Örtlichkeit.“

Das war kein Lückenbeschreiber. Das war Vertrauen.
Die Aufforderung, vor Ort zu entscheiden.
Zu sehen, zu denken, zu handeln.
Verantwortung zu übernehmen, wo es darauf ankommt.

Dort habe ich verstanden…
Selbstbestimmung ist nicht Theorie.
Sie ist gelebte Praxis.
Und sie funktioniert nur, wenn man sie sich zutraut.

Auch später, im Kleinen wie im Großen.

Wenn ich zu Hause etwas gestalte. Am Haus, im Garten.
Einfach mache, ohne erst zu fragen.
Gut – mit einer kleinen Einschränkung 🙂
Das eheliche Oberkommando hat natürlich ein Vetorecht.
Aber genau darin liegt ja das Wesen von Freiheit.
Sie bewegt sich im Raum der Beziehungen, nicht im luftleeren Raum.

Und als Betriebsratsvorsitzender auf der Werft.
Dort war Selbstbestimmung für mich kein nur schönes Wort.
Dort war sie Lebenselixier.
Frei entscheiden.
Den eigenen Überzeugungen folgen.
Auch gegen Widerstände.
Gerade dann.

Und dann ist da mein Vater.
Landarbeiter.
Ein Leben, geprägt von harter Arbeit und wenigen Wahlmöglichkeiten.
Ich habe gesehen, was es mit einem Menschen macht, wenn Selbstbestimmung begrenzt oder verweigert wird.
Was es mit Würde macht. Mit Glück.
Man zerbricht nicht unbedingt daran.
Aber das Leben wird enger. Leiser.
Ein Stück weniger man selbst.

Vielleicht reagiere ich deshalb so sensibel, wenn ich heute sehe, wie beiläufig wir mit diesem Wert umgehen.

Denn Selbstbestimmung ist kein Detail unserer Gesellschaft.
Sie ist ihr Kern.
Das eigentliche Alleinstellungsmerkmal gegenüber autokratischen Systemen.

Dort entscheidet das System über den Menschen.
Hier soll der Mensch über sich selbst entscheiden.

Nicht perfekt. Nie gewesen.
Aber im Anspruch klar.

Und doch…
Wir tun vieles, um genau diese Selbstbestimmung klein zu halten.
Bürokratie zum Beispiel.
Sie gibt sich alle Mühe, Entscheidungen einzuhegen, zu regeln, zu standardisieren.
Aus Misstrauen.
Aus dem tief sitzenden Zweifel daran, dass Menschen verantwortlich mit Freiheit umgehen können.

Vielleicht steckt darin sogar eine alte Wahrheit.
Selbstbestimmung ist anstrengend.
Sie verlangt Urteilskraft. Mut. Verantwortung.

Aber genau diese Energie ist es, die eine demokratische Gesellschaft trägt.

Wenn wir sie ersticken, ersticken wir mehr als nur Initiative.
Wir ersticken den Kern unserer Freiheit.

Dabei vergessen wir manchmal, wie kostbar das ist.

Milliarden von Menschen folgen autoritären Strukturen oder wählen sie sogar herbei.
Systemen, die genau diese Selbstbestimmung nicht bieten können und auch nicht wollen.

Das wirft eine unbequeme Frage auf.
Was sagt das über uns Menschen aus?

Suchen wir vielleicht am Ende gar nicht die Freiheit,
sondern die Entlastung von ihr?

Denn Autokratie hat einen verführerischen Vorteil.
Sie nimmt dir Entscheidungen ab.
Sie nimmt dir Verantwortung ab.
Sie nimmt dir Zweifel ab.

Selbstbestimmung tut genau das Gegenteil.

Und vielleicht liegt genau darin ihre größte Gefahr…
Dass wir sie unterschätzen, weil sie uns fordert.

Selbstbestimmung ist kein Geschenk.
Sie ist eine Aufgabe.

Keine einmal errungene Errungenschaft.
Sondern eine tägliche Entscheidung.
Eine Haltung.

Und vielleicht sollten wir uns wieder öfter fragen…
Nicht, was uns zusteht.
Sondern was wir bereit sind zu tragen, um es zu bewahren.

Denn am Ende ist die Frage keine politische.
Sie ist persönlich.

Wie viel ist uns Selbstbestimmung wirklich wert?

Was ist uns Selbstbestimmung wert?

Kein Platz, wenn jemand endlich reden will

Ich sitze heute Morgen an meinem Schreibtisch in Weener und lese einen Bericht, der mich nicht überrascht.
Der mich aber trotzdem trifft und wütend macht.

Ab April kürzen die Krankenkassen die Honorare für Psychotherapeuten um bis zu 4,5 Prozent.
Klingt technisch. Ist es aber nicht.

Ich begleite Menschen, die Gewalt erlebt haben. Körperliche Gewalt. Psychische Gewalt.
Menschen, die als Kinder zusehen mussten, wie ihre Geschwister oder die Mutter geschlagen wurde. Menschen, die jahrelang gebraucht haben, um überhaupt den Mut aufzubringen, Hilfe zu suchen.

Und wenn sie diesen Mut endlich haben, dann fange ich an zu telefonieren.
Praxis nach Praxis. Ein Kontakt nach dem anderen. Ostfriesland ist nicht München. Hier gibt es keine Warteliste von drei Monaten. Hier gibt es manchmal gar keinen Platz.

Und jetzt wird das System, das ohnehin schon maximal am Limit läuft, noch weiter ausgeblutet.

Eine Therapeutin, über die berichtet wird, hat 15 Jahre gebraucht, um ihren Kassensitz zu bekommen. 15 Jahre. Studium, Ausbildung für 6,27 Euro die Stunde, zehntausende Euro eigene Investition – und am Ende ein Einkommen, das oft unter dem eines Facharbeiters liegt. Und jetzt soll sie noch weniger bekommen.
Gleichzeitig fehlen in Deutschland rund 7.000 Kassensitze.
Die durchschnittliche Wartezeit liegt bei knapp fünf Monaten.
In einer ländlichen Region wie unserer ist sie noch viel, viel länger.

Und das Bundesgesundheitsministerium?
Wollte sich nicht äußern. Zuständigkeit liege woanders.

Ich kenne diesen Satz. Ich höre ihn so oft.

Was ich auch kenne, ist der Moment, wenn ein Mensch nach Monaten oder Jahren endlich bereit ist.
Bereit, über das zu sprechen, was ihm passiert ist.
Bereit, Hilfe anzunehmen.

Und ich muss ihm dann sagen… Es gibt gerade keinen Platz.
Warten Sie.
Wie lange?
Das weiß ich nicht. Ich tue mein Bestes.

Wer jetzt denkt, das ist ein Problem für andere – der irrt.
Psychische Erkrankungen kennen keine Einkommensgrenze. Aber die Behandlung kennt eine.

Wer sich Privattherapie leisten kann, bekommt in zwei Wochen einen Termin. Wer es nicht kann, wartet.
Oder wartet nicht mehr.

Ich frage mich immer öfter, wie viele Menschen wir wohl verlieren, während das System über Strukturveränderungen verhandelt.

Die Würde des Menschen ist unantastbar.
Das steht in unserem Grundgesetz. Artikel 1.
Bei mir der wichtigste Satz für meine Arbeit.

Psychische Gesundheit ist keine Luxusleistung. Sie ist eine Voraussetzung dafür, dass Würde überhaupt gelebt werden kann.

Wer das kürzt, kürzt nicht an einem Honorar.
Der kürzt an Menschen.
Deshalb bleibt am Ende keine abstrakte Debatte.
Sondern eine einfache Forderung der Außenstelle des WEISSEN RING Leer:

Schafft ausreichend Therapieplätze!
Bezahlt die Menschen, die diese Arbeit tragen, angemessen.
Und hört auf, ein System weiter zu schwächen, das für viele der letzte Halt ist.

Alles andere ist kein Sachzwang.
Es ist eine Entscheidung.

Kein Platz, wenn jemand endlich reden will

Jede Tür eine andere Welt

Sie war wegen etwas anderem bei mir.
Ein WEISSER-RING-Gespräch, mit einem Anliegen, das seinen Raum bekommen hat.

Aber dann fing sie an zu erzählen.
Und ich durfte zuhören.

Von ihrer Arbeit.
Sie ist Pflegerin in der ambulanten Altenpflege.
Fährt morgens los – von Haushalt zu Haushalt, von Tür zu Tür.
Und weiß nie, was sie erwartet.

Manchmal vibriert die Luft vor Freude.
Manchmal vor Leid.
Manchmal ist es einfach still – und die Stille sagt mehr als jedes Wort.

Der dunkle Raum des Erlebten, der Grund, warum sie zu mir gekommen war, rückte langsam in den Hintergrund.
Überstrahlt von der Erzählung ihrer Arbeit. Mit leuchtenden Augen.

Sie erzählte von den Menschen hinter den Türen.
Die Aufgeweckten, die schon warten.
Die Brummeligen, die erst einmal in Ruhe gelassen werden wollen.
Die Dankbaren, die jede Berührung festhalten möchten.
Die Distanzierten, die Nähe suchen, aber nicht wissen wie.
Die Schweigsamen.
Die Redseligen.

Die, die Schmerzen haben und sie wegbeißen, weil sie es so gelernt haben. Weil Klagen nicht zu ihnen gehört.
Und die, die leiden und langsam verwelken in ihren Schmerzen – sichtbar und letztendlich doch so allein damit.

Menschen, die Geschichten in sich tragen, schwerer als alles, was danach kam.
Krieg. Entbehrung. Verlust.
Und trotzdem noch da.

Jede Tür eine andere Welt.
Jeden Morgen neu.

Ich weiß nicht, ob sie sich bewusst ist, was sie tut.
Aber ich weiß es.
Menschen, die jeden Morgen losfahren, ohne zu wissen, was hinter der nächsten Tür wartet.
Die sich einlassen – auf Freude und auf Leid.
Auf Schweigen.
Auf Geschichten, die sonst niemand mehr hört.
Das ist kein Job.
Das ist eine Haltung.

Ambulante Altenpflege ist so großartig. Hinter jeder Tür wartet ein ganzes Leben.
Eine Arbeit, die unsere Gesellschaft trägt – still, verlässlich, oft unsichtbar.

Diesen Menschen gehört mehr als Applaus.
Ihnen gehört unser Respekt.
Jeden Tag.
Nicht nur dann, wenn eine Pandemie uns daran erinnert, dass sie da sind.


Opfern zur Seite zu stehen, sie zu begleiten – das ist mir eine Ehre und Aufgabe.

Und manchmal, wie in diesem Fall, ist es auch ein Geschenk.

Jede Tür eine andere Welt

„Mein Vater hat dieses Land getragen. Gefragt hat ihn niemand.“

Gedanken zu den Wahlergebnissen

Mein Vater war die längste Zeit seines Lebens Landarbeiter.
In Wymeer, an der niederländischen Grenze.

Als ich klein war, gab es in unserem Zuhause kein fließendes Wasser und keinen Strom.

Meine Eltern – und viele Arbeiterfamilien wie sie – haben dieses Land buchstäblich getragen.
Mit den Händen.
Mit dem Rücken.
Ohne dass irgendjemand gefragt hätte, was sie darüber denken.

Niemand hat gefragt.
Das hat meinen Vater nicht gebrochen.
Aber es hat ihn geprägt.

In meinem Zuhause und bei der Arbeit habe ich gelernt, was Würde bedeutet – und was es kostet, wenn man sie einem Menschen nimmt.

Ich denke oft an meinen Vater, wenn ich heute höre:
„Die Arbeiter wählen jetzt AfD.“

Als wäre das eine Überraschung.
Als hätten wir nicht jahrzehntelang zugeschaut, wie genau diese Menschen – die schuften, die tragen, die liefern – das Gefühl bekamen, dass ihre Stimme nichts zählt.
Dass über sie geredet wird.
Aber nicht mit ihnen.

Irgendwann kippte etwas.

Aus dem Streit um gerechte Verteilung wurde ein Streit um Anerkennung.
Wer dazugehört.
Wessen Sprache richtig ist.
Wessen Bildung zählt.
Wessen Erfahrung überhaupt noch Gewicht hat.

Und wer wirtschaftliche Sicherheit, eine einigermaßen verlässliche Zukunft und gleichzeitig das Gefühl von kultureller Heimat verliert, der wird wütend.
Oder er verschwindet.

Das Vakuum hat die AfD gefüllt.

Nicht weil sie auch nur ansatzweise bessere Antworten hätte.
Sondern weil sie genau diese offene Wunde bedient.
Weil sie vorgibt, diese Menschen zu vertreten.

Auch wenn das, was sie tatsächlich anstrebt, vielen von ihnen und unserer Heimat am Ende schaden würde.

Doch was bräuchte es stattdessen?

Keine neuen Slogans.
Keine Kampagnen.
Keine Talkshow-Runden über „abgehängte Regionen“.

Sondern überzeugte, mit Leidenschaft kämpfende Menschen mit Rückgrat.
Menschen, die ohne Schutzdistanz auf andere zugehen.
Die wissen, was Schichtarbeit bedeutet.
Die nicht erklären müssen, wie sich ein rauer Arbeitstag anfühlt. Wie anstrengend es sein kann, heute mit dem Verdienst auszukommen.

Menschen, die nicht von oben herab schauen,
weil sie nie vergessen haben, woher sie kommen.

Respekt kann man nicht trainieren.
Man kann ihn auch nicht plakatieren.
Man spürt ihn.
Oder eben nicht.

Mein Vater hat dieses Land getragen.
Niemand hat ihn gefragt.

Das war falsch.

Und es ist noch nicht zu spät, das zu ändern.

Aber dafür müsste jemand anfangen, offen zu sagen:
Ja, wir haben Fehler gemacht.
Fehler im Umgang mit den Menschen, die dieses Land tragen.
Ohne Hintertür. Ohne Ausreden.

Denn eines stimmt bis heute.
Deine Arbeit trägt dieses Land.
Und deine Stimme sollte es auch.

Und die Radikalen hätten ausgedient.

„Mein Vater hat dieses Land getragen. Gefragt hat ihn niemand.“