Respekt, Herr Merz für die Klarheit.
Die AfD ist der Hauptgegner
Bei aller politischen Distanz zu Friedrich Merz ist eines richtig und wichtig. Diese klare Ansage. Dass er die AfD als „Hauptgegner“ ausgemacht hat, ist ein Signal — kein Triumph, aber ein notwendiges Alarmzeichen. Denn wer konservativ sein will, muss mehr sein als ein Sammelsurium von Ressentiments und Angstmacherei; Konservatismus ist Wurzelpflege, nicht Abrisskommando.
Über viele Ansätze der CDU kann man trefflich streiten.
In Fragen sozialer Gerechtigkeit, gesellschaftlicher Offenheit oder wirtschaftlicher Zukunftsorientierung gibt es viel Diskussionsstoff und Unterschiede.
Aber genau das ist es doch, was Demokratie ausmacht. Was in unserem Land eigentlich Spaß machen sollte. Dass wir um den besten Weg ringen – als politische Konkurrenten, nicht als Feinde.
Der Wettstreit der Ideen ist kein Makel, sondern die Lebensader unserer Republik.
Konservatismus bedeutet Bewahren – und zwar das, was trägt. Unser Grundgesetz z.B.
Konservatismus heißt Bewahren — nicht Bewahren um des Erhalts willen, sondern Bewahren, weil die Werte, Institutionen und Regeln dieses Landes über Jahrzehnte verantwortungsvolle Ordnung, sozialen Zusammenhalt und Freiheit ermöglicht haben. Freiheit braucht Verantwortung; Verantwortung braucht einen funktionierenden starken Rechtsstaat; Der Rechtsstaat braucht die Achtung vor Menschenwürde und Minderheiten. Genau hier setzt die AfD mit ihrem radikalen Umbauversuch an. Diese Partei will nicht bewahren, aufbauen und gestalten sondern Zerstörung. Sie treibt nicht die notwendigen Reformen, sucht keine Kompromisse sondern lebt von ihrer Fundamentalkritik an dem, was unser Gemeinwesen trägt.
Wer mit der AfD kooperiert, verkauft die Substanz dessen, was Konservatismus ausmacht. Zusammenarbeit mit einer Partei, die regelmäßig Elemente des Rechtspopulismus, teils rechtsextreme Positionen und systematische Ablehnung zentraler demokratischer Normen zeigt, ist nicht konservativ — sondern wäre strategischer Selbstmord für jedes ernsthafte bürgerliche Projekt. Die AfD strebt nicht nach besserer Verwaltung oder sorgsamer Haushaltsführung; sie strebt nach Macht durch Polarisierung, sie bedient Ängste, instrumentalisert Verletzungen und stellt die Errungenschaften unserer demokratischen Kultur in Frage.
Wer auch immer sich konservativ nennt, hat jetzt die Wahl — und die Pflicht. Konservatismus kann und muss Antworten geben. Für sichere Grenzen in einem rechtstaatlichen Rahmen, eine integrationsfördernde Migrationspolitik, wirtschaftliche Vernunft und zugleich Schutz der Schwächsten. Aber all das wird nicht erreicht, indem man Bündnisse mit denen eingeht, die unsere Verfassungsordnung dehnen oder untergraben wollen.
Dass nun die CDU-Führung die AfD als Hauptgegner benennt, ist ein Moment der Klarheit. Es ist kein Grund zum Jubeln über Parteipolitik, sondern ein Aufruf zur Verantwortung, zur Verteidigung des Rechtsstaats, zur Stärkung demokratischer Bildung, zur Entschlossenheit gegen Hetze, und zur Wiedergewinnung jener politischen Sprache, die erklärt statt polarisiert.
Konservativ sein heißt: Bewahren durch überzeugende Angebote, nicht durch Beschwörung. Es heißt, die besseren Antworten zu liefern — nicht die lauteren Parolen. Und wer dieses Land wirklich liebt, der weiß, das man in einer Zusammenarbeit mit der AfD mehr von unserer Heimat verliert als sich die meisten vorstellen können. Deshalb – Danke an alle, die sich jetzt klar positionieren — und auf geht’s, mit Argumenten, Haltung und Stärke für die freiheitliche Demokratie.



