Schubladendenken

Gedanke der Woche …..

Worte sind mehr als Etiketten.

Sie schaffen Wirklichkeit – oder verzerren sie. Wenn Begriffe wie Antifa plötzlich als Bedrohung gelten, zeigt das, wie sehr unsere Diskurse ins Rutschen geraten sind.
Ein kleiner Gedankengang, der vielleicht hilft, wieder klarer zu sehen:

„Antifa“ steht für Antifaschismus – also für die Haltung, sich gegen faschistische Tendenzen zu stellen.

Wenn man nun beginnt, diese Haltung pauschal als gefährlich oder gar terroristisch zu bezeichnen, und zum Thema des allgegenwärtigen Kulturkampfes zu machen, stellt sich eine unbequeme Frage:

Was bedeutet das für jene, die sich als Gegner der Antifa verstehen?

Sind sie dann „pro Fa“ – also Befürworter des Faschismus?

Natürlich ist das zu einfach gedacht. Aber genau das zeigt, wie schnell wir in Schubladen rutschen, wie leicht aus Begriffen Feindbilder werden und wie schwer es ist, Zwischentöne zuzulassen.

Vielleicht wäre es an der Zeit, wieder genauer hinzuhören – und zu fragen, wofür Menschen stehen, statt nur, wogegen.

Schubladendenken

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