Zuhören ist keine Führungsaufgabe – es ist die Grundlage von Führung.

Wenn Führung das Zuhören verlernt

Ich habe heute mit ehemaligen Kollegen gesprochen. Und immer noch gibt es die alten Probleme.
So viele Fachleute verzweifeln weil sie nicht gehört werden.
Am Anfang hören Führungskräfte oft zu – neugierig, offen, fast wie frisch Verliebte.
Sie wollen verstehen, fragen nach, nehmen jedes Wort ihrer Mannschaft ernst.

Mit den Jahren wird daraus leider immer mehr Routine.
Zuhören wird zur Pflichtübung.
Der Blick wandert immer wieder zum Handy,
Mails werden während Meetings beantwortet,
Die Geduld schwindet noch bevor der andere zu Ende gesprochen hat.
Denn man „weiß ja schon, was kommt“. Und man wartet auf die Chance die eigenen Gedanken endlich anzubringen.

Und die Menschen merken das.
Sie spüren, wenn Aufmerksamkeit nur gespielt ist –
wenn kein echtes Interesse, sondern nur Training/ Coaching und Technik dahintersteckt.

Reife wäre zu begreifen,
dass Wissen ohne die Fähigkeiten und das Vertrauen der Mitarbeitenden wertlos ist.
Doch oft kommt diese Einsicht zu spät –
wenn keiner mehr spricht,
weil keiner mehr glaubt, dass noch jemand zuhört.

Zuhören ist keine Führungsaufgabe – es ist die Grundlage von Führung.

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