Manchmal frage ich mich…
Was wäre gewesen, wenn wir die technologischen Möglichkeiten der letzten Jahrzehnte nicht immer wieder und zu oft als Ersatz für Erfahrung verstanden hätten, sondern als deren Verstärkung?
Wenn computergestützte Planung, Controlling und Messtechnik nicht zu oft dazu gedient hätten, Menschen zu kontrollieren, sondern sie besser zu machen.
Wenn man sich nicht über die Strukturen des Meisterbetriebes lustig gemacht, diese nicht abgewickelt hätte wie ein Auslaufmodell, sondern begriffen hätte, was er war.
Ein System aus Vertrauen, Können und Verantwortung.
Was wäre gewesen, wenn wir die Facharbeit nicht hätten „motivieren“ müssen, weil sie längst motiviert war.
Weil sie wusste, wofür sie arbeitet. Für das Produkt. Für das Team. Für sich selbst.
Wir wollten Effizienz und haben zu oft Bindung verloren.
Wir wollten Steuerung und haben zu oft Haltung ersetzt.
Wir hätten beides haben können.
Technologie, die Maßstäbe setzt.
Und eine Kultur, die sich verändert hätte und trägt.
Dann wären viele Betriebe keine Sanierungsfälle geworden.
Sondern das, was sie hätten sein können.
Leuchttürme.
Für Märkte. Für Menschen. Für Sinn.
Es ist nicht zu spät.
Die Erfahrung ist noch da.
In den Händen.
In den Köpfen.
In den Geschichten.
Man müsste sie nur fragen – oder?
