Die reichsten und freiesten Gesellschaften der Geschichte zerstören sich gerade selbst.
Und viele Akteure strahlen dabei vor Glück.
Ein Teil der Gesellschaft wirkt plötzlich wie Menschen, die im Zorn ihre eigene Wohnung verwüsten.
Faschistische Grüße, Gedanken, Worte, Symbole (Nicht versteckt sondern offen!)
Kränkungen, Schmähungen, Verachtung als Programm.
Menschenjagden auf Andersdenkende und Fremde.
Hass als Event und Gruppenklebstoff.
Und immer wieder diese Gesichter der Anhänger der Rechtspopulisten.
Nicht Angst.
Nicht Verzweiflung.
Sondern pure Lust und Glück über die Sorgen und Ängste der anderen.
Die Lust, endlich das zu tun, was eine zivilisierte Gesellschaft normalerweise unterdrückt.
Lust an Zerstörung ohne Interesse was danach kommt.
Denn Demokratie ist anstrengend.
Sie lebt von Kompromissen, Rücksicht, Regeln und permanenter Impulskontrolle.
Nicht alles sagen.
Nicht alles tun.
Nicht jedem Reflex folgen.
Vielleicht liegt genau dort das Problem.
Wir leben seit Jahrzehnten in großer Freiheit, ohne Krieg, ohne Hunger, ohne existenzielle Not und trotzdem, (oder gerade deswegen ?) wächst das Bedürfnis nach Grenzüberschreitung, nach Zündeln, nach dem großen Tabubruch.
Der Rechtspopulismus verkauft dafür ein Versprechen.
Raus aus der komplizierten Kompromissgesellschaft.
Raus aus der Zumutung der Rücksichtnahme.
Tu es einfach.
Und viele empfinden genau das als Befreiung.
Wir haben alles, was frühere Generationen sich erträumt haben.
Und können es offenbar nicht ertragen.
Der Apfel im Paradies war nie verschwunden.
Er hängt immer noch da.
Und manche von uns beißen mit sichtbarer Begeisterung hinein.
